CD Besprechungen

Hier werden, wie vormals im Print-Magazin, verschiedenste CDs vorgestellt.

Soweit nicht anders genannt, alle Reviews von Manfred Hesse

CD Besprechungen - Inhaltsverzeichnis

Randy Rogers Band – Homecoming

(VÖ: 14.10.2022)

Randy Rogers und seine Band Mates blicken auf über zwanzig Jahre Musikgeschäft zurück. Ihre sechs Studioalben, die zwischen 2006 und 2016 herauskamen, konnten sich alle unter den Top Ten der Country Alben Charts platzieren. Dann platzte ein Major Label Vertrag und die nächsten Alben konnten die vorherigen Erfolge nicht fortsetzen. Nun hat die Randy Rogers Band mit “Homecoming“ zu einer Retrospektive angesetzt. Das Album beginnt mit dem überaus geschmeidigen Titel “I Won‘t Give Up“ der eine ewig dauernde Liebe beschwört, was immer auch kommen mag. Doch schon erklingt mit “Nothing But Love Songs“ eine bittere Ballade, die angesichts der Trennung beklagt, dass ja nur noch Liebes Songs im Radio gespielt werden und der Erzähler das nicht mehr ertragen kann. Im Titel “Over You Blues“ erklingt die Klage über das Verlassen Sein, weil der Alkohol soviel zerstörte. Und so leitet die Randy Rogers Band von Titel zu Titel durch die Emotionen, die viele Beziehungen begleiten können. Dabei kommen die fröhlichen Aspekte etwas zu kurz. Eher die Schmerzen und bitteren Momente werden hier zelebriert. So schält sich das Konzept des Albums “Homecoming“ der Randy Rogers Band immer klarer heraus. Auch flottere Rhythmen wie bei “Small Town Girl Goodbye“ umhüllen nur einen eher traurigen Kern. So endet das Album folgerichtig mit der trügerischen Aussicht, dass die Flasche die Trennung ungeschehen machen könnte. Mit 11 Tracks hat das Album “Homecoming“ der texanischen Randy Rogers Band das Thema Liebe und Trennung mehr als ausreichend thematisiert. Am Stück gehört, scheint es ein wenig zu viel Herzschmerz zu sein. In einer Random Play List ist das Album aber echt hörenswert.

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Sam Williams – Glasshouse Children: Tilted Crown

(VÖ: 14.10.2022)

Sam Williams ist sicher ein Künstler, der aufgrund seiner Herkunft Aufmerksamkeit verdient hat. Der Sohn von Hank Williams jr. und Enkel des legendären Songschreibers Hank Williams, legt mit einer Deluxe Edition seines Debüt Albums “Glasshouse Children“ aus dem Jahr 2021 mit einer Extended Version “Glasshouse Children: Tilted Crown“ nun nach. Während Vater Hank Williams jr. sich bewusst den Erwartungen, die Tradition seines Vaters fortzusetzen, rebellisch verweigerte, hat Sam Williams auch eine eigene Sicht auf mögliche Erwartungen an ihn. „Mein Großvater wuchs in den 1930er Jahren und vor dem Zweiten Weltkrieg im ländlichen Süden Alabamas auf, in der Armut des Südens. Und ich nicht. Ich bin in den 2000er Jahren in West Tennessee aufgewachsen, privilegiert. Ich versuche also wirklich, über die Dinge zu schreiben und zu singen, die ich kenne und die ich in keiner Weise erfinde.“ Sein musikalischer Mix reicht von Pop Country über synthetischen Pop und Emo Americana (eine Symbiose aus Emo Sound der 2000er Jahre und Americana) bis zu Bezügen zu den traditionellen Vorbildern. Etwa bei “Bulleit Blues Pt 2“ dringt der Blues, den Großvater Hank sr. in die Country Music brachte, durch. Aber mehr und mehr setzt sich die Interpretation des Interpreten Sam Williams aus dem Hier und Heute durch. Bei “Wild Girl“ gibt Sam Williams den Rocker, was ihm angesichts der vorher gehörten Titel nur mäßig gelingt. Stressfaktor pur. Mit dem durch sechs Erweiterungen auf 16 Tracks reich gepackten Album, demonstriert Sam Williams eine Einzigartigkeit, die er wohl braucht, um aus der “Family Tradition“ herauszukommen. Der rote Faden des Albums “Glasshouse Children: Tilted Crown“ entspricht ganz dem Titel “Hopeless Romanticism“ des ursprünglichen Albums “Glasshouse Children“. Hoffnungslos romantisch, modern und ungewöhnlich. Seine Fangemeinde wird sich erst noch formieren müssen.

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Zach Williams – A Hundred Highways

(VÖ: 30.09.2022)

Der ehemalige Frontmann der Rockband Zach Williams And The Reformation aus Florida wandte sich nach der Auflösung der Gruppe 2012 völlig der religiösen Musik zu. Er wird heute als Sänger christlicher Pop Musik beschrieben. Aber im Inneren scheint er ein Rocker geblieben zu sein. Ja, die Inhalte seiner Songs haben immer Bezug zur Religion. Im Guten wie in zweifelnden Momenten. Unerwartet rockig beginnt sein neues Album “A Hundred Highways“ im Titel “Big Tent Revival“. Bei dem eher geschmeidigen “Up There Down Here“ wünscht sich Zach Williams, der Mann aus Pensacola, angesichts der Entwicklung in der Welt, ein wenig mehr von “oben“ hier unten bei uns. Da trifft er sicher den Nerv der Zeit. Die Atmosphäre einer Sunday Morning Church lässt er in der Pop Ballade “Sunday’s Comin‘“ erstehen. In “Jesus’Fault“ erzählt Zach Williams, dass er seit seiner Erleuchtung nicht mehr der “alte“ ist und jeder, der das vermisst, wird aufgeklärt, dass Jesus daran schuld ist. So bleiben die Inhalte der 15 Songs des Albums “A Hundert Highways“ von Zach Williams der tief empfundenen Religiosität des Sängers verpflichtet. In schöne Laid Back Balladen oder in Church Blues gekleidet, sind die Titel auch nebenbei hörbar. Doch der Anspruch von Zach Williams liegt auf seiner Mission, die Lehre Gottes zu verbreiten. Wer da keinen Zugang hat, sollte hier nicht zugreifen. Musikalisch schon sehr mitreißend. Passt auf jeden Fall in die Zeit der Ankunft des Messias, dem Advent.

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Reba McEntire – The Ultimate Christmas Collection

(VÖ: 14.10.2022)

Alle Jahre wieder vor dem Fest der Feste erscheinen die vielen Christmas Alben. So auch von Country Music Interpreten. Da macht Reba McEntire keine Ausnahme. 12 Tracks umfasst ihr Weihnachtsalbum. Von “Away In A Manger“ bis “I Needed Christmas“ erklingen altbekannte Lieder, mal sehr getragen mal locker flockig. Und immer ist es die bewundernswerte Stimme von Reba McEntire, die die Songs immer wieder hörenswert macht. Alle Fans von Christmas Alben müssen hier zuggreifen.

 

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 Blake Shelton – Cheers It’s Christmas (Super Deluxe)

(VÖ: 11.11.2022)

Blake Shelton haut gewaltig auf die Pauke und lässt ein Christmas Album los, welches gleich 20 Titel umfasst. Aber halt, was ist das denn? Bei seinem Album “Cheers It’s Christmas (Super Deluxe)“ handelt es sich lediglich um das Album aus dem Jahr 2012. Nach zehn Jahren hat er nun sechs andere Titel hinzugefügt. Jetzt mal ehrlich, muss das sein? Wer also das Album gleichen Namens (ohne die Super Deluxe Erweiterung) schon in der Sammlung hat, wird hier vielleicht nicht mehr zugreifen. Christmas Alben gibt es genug und aufgewärmte Veröffentlichungen braucht man nicht. Netter Versuch.

 

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Dolly Parton – Holly Dolly Christmas Deluxe Edition

(VÖ: 14.10.2022)

Wer dem Christmas Album aus dem Jahr 2020 mit dem Titel “Holly Dolly Christmas“ zu den 12 Tracks von damals noch acht weitere hinzufügen möchte, muss sich nun um die Deluxe Edition bemühen.
Allen Weihnachtsfans sei das Album empfohlen. Wenn jemand weiß, wie man zuckersüßen Sound mit religiösen Gefühlen verbindet, dann Dolly Parton. Wäre es nicht die Grand Dame der Country Music, man müsste zu dieser Deluxe Edition kein weiteres Wort verlieren.

 

 

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Gene Watson – Outside The Box

(VÖ: 16.09.2022)

Der Mann hat alles erlebt, was Country Music für Wendungen in den letzten 50 Jahren vollzogen hat. Heutzutage gehört er zweifelsohne zu den Bewahrern einer Country Music, die sich in den Charts und im Radio Play der Neuzeit nicht mehr finden lässt. Ihm selbst war es lediglich 1981 vergönnt mit seinem Titel “Fourteen Carat Mind“ einmal und leider auch zum letzten Mal die Pole Position der Charts zu erobern. Die Liste seiner Alben seit den 1960er Jahren ist ellenlang und nun mit fast 80 Lebensjahren hat er ein neues Album am Start. Mit 12 Tracks lässt es der Altmeister in feinster Country Music angehen. Sentimental und beinahe traurig erklingen seine Songs. Auf jeden Fall so, wie Country Music die Seele erreichen kann. Endlich, nach vielen Jahren haben es Gene Watson und Willie Nelson zu einem Duett geschafft. “Wonderful Future“, aus der Feder von Willie Nelson, präsentiert in einer feinen Ballade zwei Ikonen der Country Music. Freunde der beatgetriebenen und vergangenheitsvergessenen Country Music werden hier ein Problem haben. Auch mit Kollegin Rhonda Vincent ist Gene Watson mit “I’ve Got One Of Those Too“ ein feines Duett gelungen. Laid Back Music aller erster Sahne. Immer wieder eröffnet ein Piano die Titel und zurückgenommene Tempi und klar verständlicher Gesang, herrliche Steel Guitar Einsätze inbegriffen, lassen die Konsumenten in der ersten Reihe im Konzert sitzen. Ein lohnenswertes Album für alle die der Country Music aus langer vergangener Zeit gern lauschen.

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Kristian Bush – 52 -New Blue

(VÖ: 30.09.2022)

Da ist es also, das dritte Album der angekündigten vier Alben Serie unter der Überschrift “52“. Mit 12 Tracks hat Kristian Bush seinem Album “52 – New Blue“ den musikalischen Stempel der 1990er Jahre aufgedrückt. Einer Zeit, in der unglaublich viel experimentiert wurde. Was würde Country Music aushalten? Was würden Fans akzeptieren? Rock Music griff nach Country, Künstler fühlten eine Befreiung von Konventionen und Garth Brooks katapultierte Country Music in Sphären, die man vor ihm kaum für möglich gehalten hätte. Kristian Bush, damals noch im Trio/Duo Sugarland tätig, hat diesen Aufbruch als einen Teil seines Selbst empfunden und nun lässt sein musikalisches Genie hier einmal die Zügel los. Dazu hat er sich mit einigen Duett Partnern und Partnerinnen zusammengetan. Bei “Sailing To Arizona“ ist Chris Barron, der Leadsänger der Alternative Rock Band Spin Doctors mit von der Partie. Oder bei “The Great American Srceam Machine“ ist Amie Mirello, die Indie Folk Rock Interpretin dabei. Mit “Give Me A Road“ hat Kristian Bush wieder einen Country Song am Start. Bei “Crazy That Way“ hält Kristian Bush die Steigbügel für Stephanie Lambring.  Das Album “52 – New Blue bietet mit 12 Tracks jede Menge aufgeregter Musik, die zum einen die musikalischen Ambitionen von Kristian Bush dokumentieren. Zum anderen klarstellen, dass er mit traditioneller Country Music nur peripher zu tun haben möchte. Ob das letztendlich seinem Genie gerecht wird, muss sich zeigen.

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Adam Hood – Bad Days Better

(VÖ: 16.09.2022)

Da gibt es eine kleine Differenz zwischen dem Songwriter Adam Hood, der für andere Stars der Country Music in Nashville professionell Songs schreibt und dem Adam Hood, der seine eigene Musik so platziert, dass erst gar nicht der Verdacht aufkommt, er wolle die aktuellen Charts stürmen. Vielmehr sollen seine Texte beim Publikum möglichst authentisch wahrgenommen werden und nicht durch “Über Produktion“ in den Hintergrund gelangen. Dass die Sonne, die symbolisch auf sein Leben scheint, die schlechten Tage besser werden lässt als die weniger guten Tage je waren, lässt er gleich zu Beginn des Albums “Bad Days Better“ im Titelsong verlauten. Klare Botschaft, man muss es selber anpacken. Dann wird was draus. Adam Hood hat auch als Open Act für etliche Künstler die Shows eröffnet. U.a. auch für Miranda Lambert, die so auf ihn aufmerksam wurde und ihn unterstützte. So auch beim Titel “The Harder Stuff“, der ehrlichen Beichte, den Kampf gegen den Alkohol aufgenommen zu haben, steht ihm Miranda Lambert als Duett Partnerin zur Seite. Die Musik von Adam Hood ist irgendwo zwischen Americana, Roots Rock und manchmal auch Country Music angesiedelt. Viel Blues schwingt in seinen Titeln mit und unterstützt die oft therapeutisch offenen Lyrics. Unter den zehn Tracks auf dem Album “Bad Days Better“ hat Adam Hood mit dem Titel “Low Road“ einen Laid Back Country Song versteckt. Der Mann aus Alabama hat seinen Weg als Interpret gefunden und kann sowohl Geschichten als auch autobiografische Inhalte transportieren. Das ist Musik, die nicht auf Charts schielt und das ist auch gut so.

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Amanda Cook – Changes

(VÖ: 14.10.2022)

Mit einigen Alben zuvor hat es Amanda Cook verstanden, Bluegrass Music zu präsentieren, die von einem breiten Publikum gemocht wird. Natürlich gibt es bei ihr die treibenden von Banjo getragenen Melodien. Mit dem Opener ihres neuen Albums “Changes“ lässt sie es erst einmal vorsichtig angehen und lässt das Banjo eine relaxte Ballade unterstützen. Und auf das Banjo ihrer Bandkollegin Carolyne VanLierop-Boone kann sie sich immer verlassen. So auch bei “Carried Away“. “Ready For A Bluer Sky“ erinnert an den Verlust des Lead Gitarristen und Bandkollegen Aaron “Frosty“ Foster, der plötzlich 2021 verstarb. Das Album “Changes“ ist sowohl eine Aufarbeitung dieses Verlustes als auch eine Fortsetzung der Musik in seinem Sinn. Deshalb greift Amanda Cook auch wieder auf beste Songwriter der Bluegrass Szene zurück. Becky Buller, Suzanne und Sydney Cox von der Familien Band The Cox Family und immer wieder auf Thomm Jutz zurück. Allein drei Titel, der Opener “Another Highway This Time“, “Walk The Way Of Light“, bei welchem Jefferson Ross und Kim Richey mitgeschrieben haben und “Things That Matter Most“ tragen die Handschrift von Thomm Jutz. Mit dem Titel “Stars“ verlässt Amanda Cook die Komfort Zone ihres Bluegrass und präsentiert eine getragene Ballade, die berührend zärtlich und einfühlsam viel Raum für Erinnerungen gibt. Zehn Titel umfasst das Album “Changes“ von Amanda Cook und ist wieder einmal eine wertvolle halbe Stunde voller guter Musik.

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Ashley McBryde – Lindeville

(VÖ: 30.09.2022)

Kaum eine Künstlerin der Country Music der Neuzeit kann so verstören und so begeistern wie Ashley McBryde. Ihre Selbstbeschreibung im Song “Girl Going Nowhere“ hat sich längst bestätigt. Sie hat genügend Beweise geliefert, dass sie zu den bemerkenswertesten Künstlerinnen der Moderne gehört. Beispiellos ihre ungeschminkte Sprache, die nicht mit Kraftausdrücken spart. Beispiellos ihr Blick in die verborgenen dunklen Facetten menschlichen Daseins. Beispiele gefällig? Gleich im Opener “Brenda Put Your Bra On“ mit Partnerinnen Caylee Hammack und Pillbox Patti heißt es: „

Sie bekam immer gute Schichten, nur weil sie gute Brüste (Ashley verwendet allerdings den härteren Begriff) hatte und ihre Hemden in der Mitte abschnitt.“ Oder im Titel “Gospel Night At The Strip Club“ bei dem Benjy Davis, dem Namensgeber von Benjy Davis Projekt, die Story erzählt, heißt es:“ Halleluja, Halleluja, Jesus liebt die Trunkenbolde und die Huren und die Tunten. Halleluja, Halleluja,

würdest du ihn erkennen, wenn er dir ein Bier spendiert?“ Unter die 13 Tracks hat Ashley McBryde einige 30 Sekunder gemischt, die irgendwie auflockern aber auch Fragen aufwerfen. Das Album “Lindeville“ von Ashley McBryde ist alles andere als leichte Kost. Selbst bei “Bonfire At Tina’s“ soll der eher geschmeidige Gesang über die bittere Hoffnungslosigkeit in einer Kleinstadt Atmosphäre hinwegtäuschen. Der Titelsong kommt zum Schluss und bedient das gleiche Sujet der trostlosen Umgebung in der Stadt Lindeville. In allen Belangen ist das Konzept Album rund um die fiktive Kleinstadt “Lindeville“, die möglicherweise ihrer Heimatstadt Waldron, Arkansas, ähnlich ist, von Ashley McBryde ein Gewinn für die Musik. Da ist endlich wieder eine Künstlerin, die sich nicht scheut, kontroverse Inhalte zu präsentieren und den Menschen “da draußen“ den Spiegel vorzuhalten. Hat man die Texte aufmerksam verfolgt, bleibt eine bis zur Verstörtheit reichende Ratlosigkeit zurück. Diesem Mut zum Anderssein muss man Respekt zollen. 

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Town Mountain – Lines In The Levee

(VÖ: 07.10.2022)

Ein neues Album von Town Mountain, der Band aus North Carolina, die sich seit etlichen Jahren anschickt, die Country Music um neue Emulsionen zu bereichern. Die sechs Musiker verstehen es meisterhaft Country, Bluegrass, Folk und was man eigentlich kaum definieren kann, Americana zu einem eigenen Sound zu verbinden. Dabei scheinen Vorbilder wie Townes Van Zandt, John Hartford großen Einfluss gehabt zu haben. Auf dem Album “Lines In The Levee“ wechseln ständig Uptempo Nummern mit ruhigen Balladen oder Americana Sound mit String Band Sound ab. 11 Tracks hat das Album und ist an keiner Stelle ermüdend. Selbst der getragene Schlusstitel “Lean Into The Blue“. Der akustisch mit nur einer Gitarrenbegleitung startet und sich immer weiter steigert bis zu einem konzertanten Schluss lässt die geneigten ZuhöreInnen über die vollen sechs Minuten “dran“ bleiben. Freunde von Americana Klängen kommen hier garantiert auf ihre Kosten. Ja selbst Fans von Bob Dylan sollten hier Freude haben. Geläufige Mainstream Country Music? Fehlanzeige. Diese Dreiviertelstunde Musik bietet Freunden von richtig ambitioniert ausgedachter Musik eine Pause von Alltag. Town Mountain laden auf ihrem Album “Lines In The Levee“ zudem dazu ein, einmal tiefer in die Lyrics einzutauchen. Hier steht Qualität vor seichter Unterhaltung.

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Drake Milligan – Dallas/ Fort Worth

(VÖ: 15.09.2022)

Mit einigen Singles hatte Drake Milligan die verschiedenen Streaming Portale bereits gestürmt. Mit seinem ersten Album in voller Länge “Dallas/ Fort Worth“ macht der Texaner seiner Heimat Dallas und Fort Worth eine Treueerklärung. Die fünf Titel seiner EP, die bereits im Sommer veröffentlicht wurde, hat Drake Milligan neun weitere Titel hinzugefügt. So beginnt das Album mit dem Hit aus dem Sommer “Sounds Like Something I’d Do“ flott und modern. Doch schon mit “Hating Everything She Tries On“ hat er eine geschmeidige Ballade, in der er seine Liebe zu der Partnerin mit Schmunzeln über deren Kampf mit dem richtigen Outfit erzählt. Der Titel “She“, der ebenfalls schon auf der EP zu erleben war, ist ein moderner Minnegesang in einem langsamen Walzer verpackt. Mit dem witzigen Titel “Bad Day To Be A Beer“ feiert Drake Milligan das Leben und egal ob die Fische beißen, es sei ein guter Tag für ihn und ein schlechter um ein Bier zu sein. “Hearts Don’t Break Even“ ist ein richtiger Schmachtfetzen und auch “Dance Of A Lifetime“ bedient die romantischen Klischees. Drake Milligan kann seine Vorbilder Elvis Presley und vor allem George Strait nicht verleugnen. “Over Drinkin‘, Under Thinkin‘“ passt nahtlos in jede George Strait Sammlung. “Tippin’Point“ erinnert an Buck Owens und bietet einen feinen Two Step an. Und dann lässt er es mit der Hilfe von Vince Gill so richtig swingen im Song “Going Down Swingin‘“ wo auch die “Ahah’s“ wie einst bei Bob Wills nicht fehlen. Ein Titel, der auch schon in den 1940er Jahren erfolgreich gewesen wäre. So wechseln die Songs auf dem Album “Dallas / Fort Worth“ ständig zwischen sehr traditionellen Arrangements und modernen, radiotauglichen und einschmeichelnden Balladen. Dennoch entsteht nicht der Eindruck, hier möchte der Talentshow geprüfte Sänger all sein Können auf einmal präsentieren. 14 Songs bieten eine richtig gute Unterhaltung und Drake Milligan könnte eine große Karriere beschert sein. Das ellenlange Outro des letzten Titels “Cowboy Kind Of Way“ weckt Erwartungen auf eine Fortsetzung.

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Kane Brown – Different Man

(VÖ: 09.09.2022)

Mit dem Album “Different Man“ hat Kane Brown, der mit R&B und Rap aufwuchs und selbst als Popsänger vermarktet wird, einen Spagat hingelegt. Man nehme Produzent Dann Huff, hier mal ein wenig Brooks & Dunn, da ein wenig Blake Shelton und fertig ist ein Country Album? Mitnichten. Seine Singles “One Mississippi“ und “Like I Love Country Music“ haben in der Tat die Country Charts und die Radiostationen gestürmt. Und da ist sie wieder, die alte Frage: ist das noch Country oder Country Music, wie ihn die Konsumenten heutzutage wünschen? Auf dem Album “Different Man“ wechseln die Genres zwischen Pop Music, Rock und an Country Music angelehnte Songs ab. Doch was ist das? Nach den Pop Songs “Grand“ und “See You Like I Do“ erklingen mit “Thank God“ und “Leave You Alone“ geschmeidige Balladen, wobei letztere tatsächlich als Country Music durchgeht. “Drunk Or Dreamin‘“ ist dann wieder so ein Pop Song, der vom Produzenten mit Caribbean Sound an Country Music heran arrangiert wurde. Eine liebenswerte Hommage an den Vater liefert Kane Brown mit dem Titel “Pop’s Last Name“, die inhaltlich am ehesten zu Country Music passt und auch so klingt. Wenn Kane Brown mit dem 17. und letzten Titel seines Albums “Different Man“ seiner Heimat Georgia musikalisch Tribut zollt, hat man einen Sänger erlebt, der sehr vielfältig in Erscheinung trat. Er ist nicht einfach nur ein Country Pop Sänger. Mit seiner Stimme kann er mehr und der Ausflug in die moderne Country Music, wenn auch nur ansatzweise erkennbar, hat sich sicher für Kane Brown gelohnt. Ein interessantes Album des Mannes, der voll tätowiert und mit Ghetto Kette behangen vom Cover blickt, was keineswegs auf eine Affinität zu Country Music schließen lässt.

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Little Big Town – Mr. Sun

(VÖ: 16.09.2022)

Seit 2010 hat die Band Little Big Town fünf Alben unter die Top 3 der Country Music Alben Charts gebracht. Nun sollte das mit dem neuen Produkt “Mr. Sun“ auch gelingen. Hat es aber nicht. Gleich die ersten beiden Titel sind soweit von Country Music entfernt wie die Erde zur Sonne. Aber ist ja auch logisch, Little Big Town begreifen sich als Pop Country Gegenentwurf zur traditionellen Country Music ihres Heimatstaates Alabama. “Three Whiskey And The Truth“ ist geschmeidiger Sound, das konzertante “One More Song“ ist emotionsgeladen (fast ein wenig zu viel). Eine bombastische Ballade. “Heaven Had A Dance Floor“ ist in seinem Retro Pop/ R&B Gewand für Freunde von Country Music kaum zu ertragen. 16 Titel hat das Album “Mr. Sun“ und verliert von Titel zu Titel den Eindruck des Beginns, ein fröhlich stimmendes, den Sommer verlängerndes Album zu sein. Zu schwulstig und überladen sind einige der Titel, die mehr Schwermut vermitteln als gute Unterhaltung. Hier kommen nur Fans der Band Little Big Town auf ihre Kosten. 

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Lloyd Maines – Eagle Number 65

(VÖ: 02.09.2022)

Man nehme einen Hohlkörper, spanne ein paar Saiten darauf und gebe dieses “Instrument“ Lloyd Maines in die Hand. Jede Wette, er kann darauf Töne erzeugen und das gekonnt. Multiinstrumentalist im wahrsten Sinne des Wortes ist der Produzent und Vater von Natalie Maines, der etwas eigenen Frontfrau der Dixie Chicks (neuerdings aus Gründen der politischen Korrektheit nur Chicks). Pedal Steel, Dobro, Banjo, akustische und elektrische Gitarren sowie Mandoline spielt Lloyd Maines meisterhaft. Sonst eher als Produzent im Hintergrund, hat er nun ein überwiegend Instrumental Album vorgelegt. Ob “Steel Guitar Rag“, “Because Of The Wind“, mal flott mal ruhig, jeder Titel ist es wert gehört zu werden. Doch klar ist, dass hier wieder nur “Spezialisten“ zufrieden sein werden. Dem Titel “Lullabye“ hat Lloyd Maines mir über sechs Minuten den größten Raum auf seinem Album “Eagle Number 65“ gegönnt. Das “Schlaflied“ wird gesanglich von den Chicks Damen unterstützt und macht tatsächlich etwas schläfrig. Dann wird aus dem Instrumental Album doch noch ein Gesangswerk. Mit “Bloodlines“ erinnert Lloyd Maines an The Maines Brothers Band, die vom Vater und Onkel von Lloyd gegründet wurde und die später durch die Söhne als The Little Maines Brothers weitergeführt wurde. Dieser Titel ist ebenfalls sehr getragen. Das Album “Eagle Number 65“ von Lloyd Maines wird mit dem von Pedal Steel getragenem alten schottischen Traditionell “Ault Lang Syne“ würdig beendet. Diese 12 Titel sind nicht für den schnellen Genuss geeignet und wenden sich an Freunde von Musik völlig außerhalb jeglicher moderner Erfolgsansprüche.

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Mitchell Tenpenny – This Is The Heavy

(VÖ: 16.09.2022)

Mit der Veröffentlichung seines Albums “This Is The Heavy“ gibt Mitchell Tenpenny den Startschuss für seine gleichnamige Tour, die im Januar 2023 beginnt. Nun können seine Fans schon einmal schnuppern, was sie auf der Tour erwartet. Pop Country und fulminante Arrangements, die oft an Überproduktion heranreichen. Nach dem Intro Opener “This Is The Heavy“ geht es nahtlos in den Titel “Good Place“ über, in dem es vor lauter Selbstmitleid nur so tropft. Doch mit “Always Something With You“ huldigt er einer neuen Liebe. Hat er dann einmal eine eindringliche Ballade wie “More Than Whiskey Does“, der interessant beginnt, wird wieder die Boy Group erprobten Arrangements und Beats draufgelegt und lassen die Titel gleichförmig erscheinen. Um Mitchell Tenpenny gerecht zu werden, er will ja als Pop Country Artist wahrgenommen werden. Diesen Anspruch erfüllt er ohne Zweifel eindrucksvoll. Von den 17 Tracks bricht nicht einer aus den Pop Country Beats letztendlich aus. Hinzu kommt, dass er einige bereits früher veröffentlichte Titel in sein umfangreiches Album integriert hat. Eine Stunde dieser gleichklingenden Titel sind dann auch reichlich. 

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Thomas Cassell – What You Need To Prove

(VÖ: 16.09.2022)

2021 wurde Thomas Cassell als National Mandolin Champion geehrt. Da hatte er bereits mit etlichen Größen der Bluegrass Szene gespielt und zudem in der Band Circus No. 9 ganz progressiv Bluegrass Sound mit Jazz und Rock kombiniert. Nun erschien sein erstes Album unter seinem Namen. “What You Need To Prove“ heißt die Zusammenstellung alter Tunes, die Thomas Cassell bewahren möchte. Seine Gesangskünste sind nicht ganz so überzeugend wie sein Mandolinenspiel. Aber umso mehr Aufmerksamkeit kann man den fein dargebrachten Melodien gönnen, wie etwa beim Instrumental “Overlooking Blue“ welches geradezu zart arrangiert wurde. “Another You“ ist ein weiterer Titel, diesmal ein Duett mit Kollegin Dale Ann Bradley, der zurückgenommene feine Musik transportiert. Tim Stafford (Gitarre), Julian Pinelli (Fiddle), Jacob Metz (Dobro), Vince Iligan (Bass), Ned Luberecki (Banjo) und John Gardner (Drums) komplettieren eine Band, die diese 8 Titel des Albums “What You Need To Proof“ auf eine A-Liga Ebene spielerisch heben. Mit Becky Buller, für die er oft genug in ihrer Band spielte, hat Thomas Cassell seine Texte teils als Co-Autor geschrieben. Freunde von Instrumentals kommen auf ihre Kosten. Mit “Diggs In The Bounty Hunter“ wird der hohe musikalische Anspruch von Thomas Cassell noch einmal deutlich. Bluegrass Freunde aufgepasst und Freunde von Radio Play Tunes lassen hier vielleicht einmal aus. Thomas Cassell, wir haben überprüft und für gut befunden.

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Seth Mulder & Midnight Run – In Dreams I Go Back

(VÖ: 02.09.2022)

Es ist erst das dritte Album für Seth Mulder & Midnight Run und dennoch glaubt man, diese Band schon lange zu kennen. Das liegt daran, dass sich Seth Mulder musikalisch an Bluegrass Vorbildern wie Bobby Osborne, Ronnie McCoury, Bill Monroe oder Doyle Lawson orientiert. Der gewichtige Bandleader Mulder, dessen Mandoline vor seinem Körper wie ein Kinderspielzeug aussieht, hat sich mit Colton Powers (Banjo), Ben Watlington (Guitar), Max Etling (Upright Bass) und Max Silverstein (Fiddle) hochgradig talentierte Musiker in seine Band Midnight Run geholt. Da wird jeder instrumentale Part zu einem besonderen Hörerlebnis. Oft sind im Bluegrass tiefgreifende Inhalte im Text mit fröhlich klingender Musik unterlegt. Seth Mulder hat in seinen Texten auch einige Botschaften ernster Natur zu bieten. So beginnt das Album “In Dreams I Go Back“ im Titel “One More Night“ mit der frustrierten Feststellung, erneut eine tränenreiche Nacht vor sich zu haben, weil die Partnerin auf und davon ist. In “Carolina Line“ findet der Erzähler nach Jahren des Herumziehens zurück in die geliebte Heimat. Im Titelsong “In Dreams I Go Back“ allerdings, wird das Thema der profitorientierten Verschwendung von Landschaft und Natur transportiert. So kann Seth Mulder nur in seinen Träumen zu den unberührten Hügeln und freien Flächen seiner Jugend zurückkehren. Mit “My, My, My“ erklingt eine Highspeed Nummer, bevor in “The Mountains Are Calling“ wieder die Heimatliebe erstes Thema ist. “Bull Head Swamp“ hat dann ein Instrumental zu bieten, welches einfach begeistert und die Bandmitglieder einmal mehr zeigen können, was sie an ihren Instrumenten draufhaben. In “Your Love“ liegt der Fokus auf Hightone Gesang und Harmoniegesang. Mit der Coverversion des George Jones Klassikers “A Picture Of Me (Without You)“ erklingt ein feiner Walzer. Was wäre ein Bluegrass Album ohne Gospel? Folgerichtig ertönt “My God Will Set Me Free“. “Ruby Ann“, wie aus einer anderen Epoche beschließt das Album “In Dreams I Go Back“ von Seth Mulder & Midnight Run und unterstreicht den Titel des Albums. Diese halbe Stunde Bluegrass vom Feinsten ist viel zu schnell vergangen.

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Will Hoge – Wings On My Shoes

(VÖ: 26.08.2022)

Mit “Wings On My Shoes“ blickt Will Hoge auf nunmehr 13 Alben Veröffentlichungen zurück. Warum man ihn hierzulande nicht so kennt? Der Southern Rocker und Nashville Eingeborener hat seinen eigenen Stil und den Willen, sich nicht dem Mainstream zu beugen. Selbst die gesicherte Karriere als High-School Lehrer gab er zugunsten seiner Musikleidenschaft auf. Seit seinem Debütalbum 2001 “Carousel“ folgten die Alben Schlag auf Schlag bis ihm ein Unfall eine Zwangspause auferlegte. Schon mit dem Opener “John Prine’s Cadillac“ stellt er einen seiner musikalischen Vorbilder vor. Rockige Klänge, die von Retro Gitarren Riffs getragen werden, untermalen seine Stories, von denen Will Hoge so einige zu erzählen weiß. Wenn er die Wahl hätte zu beeinflussen, was er alles im Leben verlieren könnte, wäre “Sie“ das allerletzte was er opfern will. Eine typisch rockige Will Hoge Liebeserklärung ist “It’s Just You“. Eine weitere bewegende Liebeserklärung an die Großmutter hat er im Titel “Queenie“, mit feinen Lyrics und doch so klar aus dem Leben gegriffen, transportiert. Einen echten Tearjerker hat Will Hoge mit dem Titel “The Last One To Go“ erdacht und setzt seine Liebesballaden der etwas anderen Art fort und man wird ein Taschentuch benötigen. Doch dann reißt er die HörerInnen mit dem Rock Song “All I Can Take“ aus allen Träumen. Was für ein gewaltiger Bruch. In “Ain’t How It Used To Be“ enttarnt Will Hoge die Jugendträume von einem anderen Leben, als das der Eltern und weiß, meist verläuft das Leben genauso wie das der Vorfahren. Eine bittere Erkenntnis und eine vage Hoffnung noch etwas ändern zu können, offenbart der Text von “Birmingham. Mit “Dead Man’s Hand“ hat der Singer/Songwriter eine wortgewaltige Kriminalstory zu bieten, die sowohl spannend als auch mahnend ist. Und als ob das alles noch nicht genug wäre, hat Will Hoge auf seinem Album “Wings On My Shoes“ mit “Whose God Is This“ noch einen Text in petto, der Rätsel aufgeben könnte oder je nach persönlicher Ausrichtung, so klar wie Kloßbrühe ist. Viel Spaß beim Zuhören. Auf jeden Fall ist dieses Album eine echte Entdeckung.

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Charley Crockett – The Man From Waco

(VÖ: 09.09.2022)

Zwei Alben im selben Jahr zu veröffentlichen, ist sicher dem Kreativ Stau durch die Pandemie geschuldet. Charley Crockett hat nach dem letzten Album “Lil G.L. Presents: Jukebox Charley“ vom April 2022 nun mit “The Man From Waco“ sein zweites Album des Jahres 2022 veröffentlicht. Charley Crockett, dessen musikalische Wirkungsbereiche von Blues über Country bis Americana reichen, ist eher ein Künstler, der unter dem Radar seine Karriere betreibt. Der Texaner, der mit 17 Jahren die Schule abbrach und sich mit Gitarre und seiner Musik durchzuschlagen versuchte, ist ganz sicher ein Unikat. Mit dem Album “The Man From Waco“ suggeriert er mit Western Music ein fast vergessenes Genre zu bedienen. So klingt auch der instrumentale Opener “The Man From Waco Theme“. “Cowboy Candy“, “Time Of The Cottonwood Trees“ oder “Just like Honey“ hauen in die gleiche musikalische Kerbe. Doch schon mit “I’m Just A Clown“ hat er einen lupenreinen R&B Song am Start. Der Americana Song “Black Sedan“, man kann das Vorbild Townes Van Zandt vor sich sehen, wartet mit herrlichen Old Time Gitarren auf. Der Titelsong “The Man From Waco“ ist eine Ballade, die aus einer vergangenen Zeit zu kommen scheint. Mehr gesprochen als gesungen und mit einfachsten Arrangements ausgestattet, kann man den Mann aus Waco in der staubigen Landschaft seiner Wege ziehen sehen. “Trinity River“ oder “Tom Turkey“ präsentiert Blues Music, durchaus hörenswert. Für Liebhaber rauer Lagerfeuerromantik hat Charley Crockett (welch ein bezugsreicher Name) einige Titel auf seinem Album “The Man From Waco“ zu bieten. Hinzu kommt die knarrende Stimme von Charley Crockett und seine oft verkürzte Phrasierung, die einen Interpreten zeigt, der sich der kargen Landschaft seiner Heimat verpflichtet fühlt. Das allseits vorhandene Bar Piano leitet den letzten Titel “Name On A Billboard“ ein. “The Man From Waco“ von Charley Crockett ist eine ganz ungewöhnliche aber liebenswerte Unterhaltung in der heutigen Zeit. Bitte gerne mehr davon. 

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Dailey & Vincent – Let’s Sing Some Country

(VÖ: 16.09.2022)

Lange schon hatten Jamie Dailey und Darin Vincent vorgehabt, ein Country Album aufzunehmen. Allein die Ankündigung hat bei den Fans größte Aufregung verursacht. Die Gesangsartisten, die als Dailey & Vincent ebenso begeisternde wie ergreifende Gospel Music präsentieren konnten und ganz sicher zum Besten gehören, was in der Country Music derzeit an Sängern zu finden ist, haben sich für ihr Country Album “Let’s Sing Some Country“ ganz besondere Titel ausgesucht. Gleich der Opener “I’ll Leave My Heart In Tennessee“ von Karen Staley wurde postwendend zu einem offiziellen State Song in Tennessee. Wer beim Vince Gill Titel “Colder Than Winter“ in der Interpretation von Dailey & Vincent nicht mitfriert ob des Textes oder der grandiosen Stimme, dem ist nicht zu helfen. Steve Earle’s “Hillbilly Highway“, “Those Memories Of You“ (das Trio Dolly Parton, Emmylou Harris und Linda Ronstadt müssen hier Tribut zollen), “Closer To You“ mit dem unvergleichlichen Jimmy Fortune oder das zu Herzen gehende “If I Die A Drinkin‘“, seinerzeit von den Oak Ridge Boys intoniert, Dailey & Vincent haben eine sehr intelligente und für alle Fans von Country Music ohne Beat Gedröhne begeisternde Auswahl der Tracks auf ihrem Album “Let’s Sing Some Country“ getroffen. 11 Titel, die auch mal Kurioses bieten, wie bei “Feels Like That Again“ oder leichtere Kost, wie bei “Dig A Little Deeper In The Well“, dem Song der Oak Ridge Boys aus 1979, zeigen, dass Dailey & Vincent durchaus in der Country Music auf etlichen Spielwiesen zuhause sind. Dieses Album ist einfach ein Fest. 

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Jim Lauderdale – Game Changer

(VÖ: 30.09.2022)

Unverwüstlich. Das ist eine Vokabel, mit der man Jim Lauderdale recht gut beschreiben kann. Mit 65 Lebensjahren ist er schon ein paar Jahrzehnte im Geschäft und blickt auf über 30 eigene Alben Veröffentlichungen zurück. Hinzu kommen seine Auszeichnungen als Songschreiber. Schaut man auf seine Charterfolge, so reibt man sich verwundert die Augen. Lediglich mit der Single “Stay Out Of My Arms“ konnte er 1988 knapp unter den Top 100 landen. Dafür aber ist Jim Lauderdale ein Country Musiker, der sich in all den Jahren kaum verändert hat. Immer noch liebt er den Sound einer Telecaster genauso wie den Klang einer Steel Guitar. Mit seinem neuesten Projekt “Game Changer“ liefert er wieder das ab, was seine Art Country Music darstellt. Mit einer Easy Living Nummer, “That Kind Of Living (That Kind Of Day), beginnt das Album locker flockig und verweist darauf, dass man das Leben nehmen muss, wie es kommt. Nach dem jazzigen “Friends Again“ folgt im langsamen Walzer “Keep It Real“ die Aufforderung, trotz aller Verliebtheit die Sache realistisch und langsam angehen zu lassen, bevor der Titelsong nach demjenigen sucht, der die Dinge wieder richten kann. Dem, der das Spiel herumreißt im übertragenen Sinn. Ja, solch einen Game Changer könnte man in der heutigen Zeit gut gebrauchen. Die eigene Unzulänglichkeit beschreibt Jim Lauderdale in “Wishbone“, wo er konstatiert, dass er statt eines Rückrates eine Wünschelrute hat. Immer wieder sind die Lyrics genial verkürzt und Jim Lauderdale transportiert seine musikalischen Bilder mit leichter Hand. Und immer wieder sind langsame Walzer die musikalischen Transportwege für seine Texte. Hat man die 12 Titel des Albums “Game Changer“ von Jim Lauderdale genossen, ist klar, hier ist ein Künstler, der seine Musik nicht vom Mainstream verändern lässt und der beeindruckende Zeilen in unaufgeregten musikalischen Arrangements zu präsentieren weiß. Sehr sympathische Unterhaltung.

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Joey Anderson – The Lilac Stories

(VÖ: 05.08.2022)

Neuer Name, neuer Sound, neues Album. Nach einem viertel Leben in der Armee hat sich Joey Anderson entschlossen, seiner Leidenschaft für Musik auch professionell nachzugeben. Sein Debütalbum “The Lilac Stories“ ist veröffentlicht und zeigt einen Interpreten, der Country Music zwar nicht neu aber immerhin ganz eigen interpretiert. Joey Anderson verbindet schwere Gitarrenriffs mit Balladengesang, der an Rockballaden ganz großer Bands erinnert. So ist nicht verwunderlich, dass man Country Music nicht in jedem Titel entdecken kann. Dafür aber spannt sich ein musikalischer Bogen von Rock bis orchestrale Ballade. 10 Tracks bietet das Album “The Lilac Stories“ von Joey Anderson und kann auch wegen der oft marschorientierten Intonierung nicht ganz überzeugen. So hat er sicher nicht ohne Grund im Eigenverlag veröffentlicht.

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Jon Pardi – Mr. Saturday Night

(VÖ: 02.09.2022)

Selbstbewusst ist er ja. Ob Jon Pardi allerdings tatsächlich ein “Mr. Saturday Night“ sein kann, muss sich noch herausstellen. Mit dem vierten Album will der Kalifornier seinen Status als erfolgreicher Country Interpret der Neuzeit festigen. Mit Track Nummer Drei des Albums, “Last Time Lonely“ stürmte Jon Pardi die Charts und mit dem Trick, die Zusammenarbeit mit der Band Midland im Song “Longneck Way To Go“ auf das Album zu packen, ist ein weiterer Radio Play Song am Start. Aber Jon Pardi hat jede Menge Honky Tonk Music, wie bei “New Place To Drink“ auf seinem Album untergebracht. Geschmeidige Balladen wie “Santa Cruz“, “Neon Light Speed“ oder “Raincheck“ runden das Album ab. Mit “Hung The Moon“ hat Jon Pardi einen weiteren balladesken Song zu bieten. Und dann will die Reihe schöner Country Music nicht mehr abreißen. Mit 14 Tracks ist das Album “Mr. Saturday Night“ nicht nur umfangreich, vor allem aber gespickt mit Country Music wie sie heute sein muss. Mit dieser Produktion ist Jon Pardi tatsächlich auf dem besten Weg ein echter “Mr. Saturday Night“ zu werden. Das ist eine Dreiviertelstunde guter Country Music Unterhaltung.

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A Thousand Horses – Broken Heartland

(VÖ: 26.08.2022)

Der Bandname “A Thousand Horses“ kommt nicht von ungefähr. Die Bandmitglieder Zach Brown, Michael Hobby, Graham DeLoach und Bill Satcher wollen so frei und ungebunden sein, wie wild lebende Mustangs. Deshalb haben sie auch im Eigenverlag ihr drittes Album “Broken Heartland“ veröffentlicht. So sind ihre Titel unverstellte Southern Rock Präsentationen selbst in den wenigen Balladen. Die Arrangements kommen ohne Drum-Herum-Schnick-Schnack aus und vermitteln beinahe einen Live Eindruck. Klare, treibende Rhythmen und unmissverständliche Sprache prägen die Songs von A Thousand Horses. Schon der Titelsong und Opener beschreibt die brutale Tristesse in einer Bar, in der all die gebrochenen Typen herumhängen und ihren Seelenschmerz versuchen mit Whiskey zu vertreiben. “Another Mile“ bringt “Ihn“ weiter weg von “Ihr“. So handeln die Songs von Beziehungen, die nie geradlinig verlaufen, die von Zweifeln und Verlustschmerz erzählen. Doch in “Define Me“ hat “Sie“ den Protagonisten wieder auf den rechten Pfad gebracht. Im Titel “Gone“ täuscht der geschmeidige Sound über die bitteren Zeilen hinweg und markiert sicher ein Highlight des Albums “Broken Heartland“ von A Thousand Horses. In den Titel “Never Liked The Rain“ werden HörerInnen geradezu hineingesogen. So eindringlich ist diese Trennungsballade. Nach soviel Gefühl kommen zum Schluss Hard Rock Klänge, die einmal mehr dokumentieren, dass sich A Thousand Horses nicht einfangen lassen wollen.

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Kameron Marlowe – We Were Cowboys

(VÖ: 26.08.2022)

Wer möchte noch zweifeln, ob Talent Shows wie etwa The Voice Berechtigung, trotz aller Kritik zu Vermarktung, Ausnutzung vieler Talente bis hin zu Voyeurismus, haben, schaut man die Karriere von Kameron Marlowe an. 2018 war er in der 15.Staffel von The Voice und kein Geringerer als Blake Shelton nahm ihn unter seine Fittiche. Aus dem Autoverkäufer aus Kinnapolis, North Carolina, wurde, auch ohne den Sieg der Staffel von The Voice davon zu tragen, nach und nach ein respektabler Country Music Interpret. Mit seinem Album “We Were Cowboys“ hat er nun 16 Titel vorgelegt, die fast alle einem Thema gewidmet sind. Der fast unmöglich scheinenden Überwindung einer Trennung von der geliebten Partnerin. Für etwas Sujet Abwechslung sorgen die Texte in den Songs mit denen Kameron Marlowe die ländliche Umgebung und das kleine Kaff beschreibt, in welchem das Leben seinen Gang geht, ungeachtet der Dinge, die in der Welt geschehen. Kameron Marlowe präsentiert eine pure Country Music von der man schon glaubte, sie sei verloren. Dank junger Interpreten wie ihn, keimt die Hoffnung auf, auch in Zukunft die wahre Country Music genießen zu können. Heraus ragt natürlich die Single “Steady Heart“, die mittlerweile im Radio oft zu hören ist. Doch sie wird flankiert von weiteren Balladen wie etwa “Fool Me Again“, einer verzweifelten Bitte doch auch weiterhin alle Betrügereien aushalten zu wollen, nur um bei “Ihr“ bleiben zu können. Oder bei “Ain’t Enough Whiskey“ suggeriert der Titel ein allzu oft gehörtes Thema. Doch Kameron Marlowe schafft es, dass man mitfühlen kann. Eine Hommage an die Großmutter in “Granny’s Got A Garden (For G’Maw Jan) gelingt Kameron Marlowe eine wirklich mitnehmende Emotion. Solch ein Album ist in der heutigen Zeit ein kleines Schatzkästlein. Aber nur für die Fans von Country Music, die den Kern der Country Music lieben.

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Michelle Wright – Milestone

(VÖ: 26.08.2022)

Seit 1990 hat man von der kanadischen Sängerin aus Ontario Notiz genommen. Eine ganz große Karriere war ihr nicht vergönnt und das ist bedauerlich. Ihr größter Hit, “Take It Like A Man“, aus dem Jahr 1992, konnte gerade so unter die Top Ten der Charts schlüpfen. Wenn also eine Interpretin wie Michelle Wright, nach sehr langer Abstinenz wieder ein Album veröffentlicht, muss man einfach aufmerksam sein. Gereift, abgeklärt und frei von Zwängen sich im Business behaupten zu müssen, präsentiert Michelle Wright ihr Album “Milestone“. Ein Meilenstein, gemessen an den Erfordernissen der modernen Musikindustrie, ist das dennoch nicht. Die zehn Titel inklusive ihrer Neuaufnahme von “Take It Like A Man“ halten beim Zuhören die Zeit an. Nein, sie drehen die Zeit zurück. Ruhig und besinnlich kommen Titel wie “Lovin‘ This Day“, “Heartbreak Song“ oder “Faithless Kind“. Das ist Nostalgie pur. Die gute halbe Stunde mit der Musik von Michelle Wright ist sicher eine kleine Oase. Schön, dass es so etwas immer mal wieder gibt.

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Pat Green – Miles And Miles Of You

(VÖ: 02.09.2022

Schon der Titelsong gibt vor, was das Thema des nach siebenjähriger Pause erschienenen Albums “Miles And Miles Of You“ sein sollte. In diesem Titel trauert Pat Green seiner Verflossenen derart nach, dass er, wo immer er auch hinkommt, die Schönheit der Landschaften nicht sieht, weil er immer nur “Sie“ vor Augen hat. Eine sehr schöne Songwriter Idee. Und diese Ideen setzen sich fort. In “Build You A Bar“ träumt er davon, seiner Angebeteten eine Bar zu bauen, in der es alles gibt, was sie mag. Von den verschiedenen Getränken bis zur Musik, in der Hoffnung “Sie“ würde dann bleiben und in seiner Nähe sein. “April 5th“ ist eine R&B Retrospektive an die Zeit, als sich die Großeltern kennenlernten und wie sich die Welt verändert hat. Der Grenzgang zwischen Country, R&B, Blues und Rock findet sich in einigen der Titel auf dem Album “Miles And Miles Of You“ wieder. “Bad Bones“ beispielsweise gehört in alle Genres nur nicht in Country. Dennoch ein beachtenswerter Titel. Dann hat Pat Green mit “Steady“ eine Liebesballade am Start, die einfach besticht. Ja, so wünscht man sich eine Beziehung. Auch mit der modernen Ballade “All In This Together“ im Duett mit Abby Anderson hat Pat Green ein modernes Radio Play taugliches Stück auf sein Album “Miles And Miles Of You“ gepackt. “This Old Hat“ ist eine zu Tränen rührende Erinnerung an den Vater und man fragt sich, warum der Texaner Pat Green nicht schon längst zu den ganz Großen seiner Zunft gehört. “Miles And Miles Of You“ ist nicht nur ein hörenswertes, ein bemerkenswertes Album.

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Travis Denning – Might As Well Be Me

(VÖ: 08.08.2022)

In kleinen therapeutischen Dosen verabreicht Travis Denning den Fans seine Alben. Nun, mit der dritten EP “Might As Well Be Me“. Zuvor erschienen die EPs “Beer Better Cold“ (2020) und “Dirt Road Down“ (2021) von dem Mann aus Georgia. Seine Musik ist beeinflusst von Heavy Metal genauso wie von Country Music. Er möchte seinen Fans eine Musik bieten, die ihm am Herzen liegt und von der er hofft, dass sie möglichst ein breit gefächertes Publikum erreicht. „Ich möchte, dass meine Songs den Fans buchstäblich wie ein Schlag ins Gesicht begegnen. Ich habe keine Angst auch mit schwerer Musik umzugehen. Ich mag halt beides. Metal und Country.“ Genauso hat er auch diesmal wieder seine EP “Might As Well Be Me“ aufgebaut. Mit eher rockigem Groove beginnt “Red Round Here“. “River Named Mississippi“ ist ebenfalls rockig, doch absolut am Puls der Zeit. Dann hat er mit “Buy A Girl A Drink“ einen traditionell angelegten Song, der als moderne Country Ballade jede Menge Gitarrensound zu bieten hat, der mit einem mitnehmenden Beat unterlegt ist. Beinahe zart beginnt “Don’t Give A Truck“. Eine Ballade in ähnlichem Gewand und typischem Friday Night Inhalt. Allerdings aus einer anderen Perspektive. “I Bet She’s On It“ thematisiert das alte Thema des Nichtvergessens und Nachtrauerns. Mit der ebenfalls hörenswerten Ballade “If You Need Anything Down Here“ endet die EP “Might As Well Be Me“ von Travis Denning. Ja, das kann man sich gut anhören. Auch diesmal wieder hat Travis Denning alles von sich preisgegeben. Might as well be him.

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Wade Bowen – Somewhere Between The Secret And The Truth

(VÖ: 12.08.2022)

Es ist geradezu tragisch, zumindest unverständlich, warum Wade Bowen nicht schon längst zu den großen Stars der Country Music zählt. Vielleicht weil der Mann aus Texas mit der warmen, einschmeichelnden Stimme, die auch mal fetzig rockig klingen kann, die Tradition der Country Music tapfer hochhält? Selbst einen fetten Honky Tonk wie bei “Honky Tonk Roll“ hört sich bei ihm geschmeidig an. Sein neues Album “Somewhere Between The Secret And The Truth“ beginnt aber mit zwei Schmacht-Songs, “Everything Has Your Memory“ und “Burnin‘ Both Ends Of The Bar“. Die Kleinstadtsituation musste auch beschrieben werden in “The Secret To This Town“. Ein konzertantes Highlight des Albums ist das Duett mit Lori McKenna “A Beautiful World“. Mit der Herz-Schmerz-Ballade “It’s Gonna Hurt“ lässt Wade Bowen Erinnerungen an seinen Kollegen Keith Whitley aufkommen. Ob Uptempo oder als Laid Back Ballade, das Thema Trennung scheint wie ein roter Faden das Album “Somewhere Between The Secret And The Truth“ zu durchziehen. „Eine Gitarre wird die Welt nicht verändern aber es gibt Nächte, in denen ich das Gefühl habe, dass sie es tut. Ein Sänger kann die Einsamkeit nicht in ein Lied packen bis er sich so einsam gefühlt hat.“ So lautet der erste Vers des Titels “A Guitar, A Singer And A Song“. Für diesen Inhalt konnte er sich niemand geeigneteren als Duett Partner sichern, als Vince Gill. Ein weiteres Highlight des Albums. Den Titelsong hat Wade Bowen an den Schluss der 12 Songs gestellt und thematisiert den schmalen Grat zwischen Geheimnissen und Wahrheiten. „Somewhere Between The Secret And The Truth“ ist bereits das 13. Album für Wade Bowen. Ob die Zahl ihm Glück bringen kann? Fans von traditioneller und moderner Country Music kommen hier sicher auf ihre Kosten.

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Fireside Collective – Across The Divide

(VÖ: 05.08.2022)

Ein Fest für alle Bluegrass Fans aber auch für Freunde von richtig guter akustischer Musik manchmal außerhalb des Bluegrass, ist das neue Album von Fireside Collective. “Across The Divide“ heißt das vierte Album der Band, die ihr Erstlingswerk “Shadows And Dreams“ noch als Jesse Iaquinto and The Fireside Collection herausgebracht haben. Mittlerweile hat Mandolinist und Bandleader Jesse Iaquinto sein Alleinstellungsmerkmal als die Lead Stimme von Fireside Collective eingenommen. Seine Texte sind so klar und akzentuiert vorgetragen, dass man sofort in die Songs hineingesaugt wird. Absolut begeisternd ist die Instrumentenbeherrschung der fünf Musiker aus North Carolina. Neben Jesse Iaquinto (Mandoline) agieren Joe Cicero (Gitarre), Alex Genova (Banjo), Tommy Maher (Resonator Gitarre) und Carson White (Upright Bass). Was diese Musiker auf dem Album “Across The Divide“ mit 11 Tracks darbieten, ist einfach Spitzenklasse. Neben den im Bluegrass üblichen High Speed Titeln gibt es wunderbare Balladen wie etwa “Not Today“ oder “When The Rain Came Down“, gewagte experimentelle Instrumentals wie “Code Switch“ oder jazzigen Bluegrass wie bei “Your Song Goes On“. Schon der Opener “When You Fall“ hat mit seinem leicht verdaulichen Sound sogleich Lust gemacht, dieses Album zu genießen. So schließt “Across The Divide“ auch wieder mit einem geschmeidigen Titel “Rainbow In The Dark“. Die Formation Fireside Collective sollte man auf jeden Fall in eine Country Music Sammlung integrieren. Selten so aufgeräumte und gekonnt eingespielte Musik gehört. Chapeau.

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Kelsey Waldon – No Regular Dog

(VÖ: 12.08.2022)

Kein geringerer als Shooter Jennings ist als Produzent für das neue Album “No Regular Dog“ von Kelsey Waldon verantwortlich. Wie der Opener und Titelsong bereits klarstellt, ist Kelsey Waldon, genau wie Shooter Jennings, eben kein “gewöhnlicher Hund“, sprich keine gewöhnliche Interpretin. Sie ist eine Singer/Songwriterin, die mit ihren Songs, wie sie selbst sagt, die Welt ein klein wenig besser machen möchte. So soll dieses Album auch ihr persönlichstes sein. Was mit den 11 Tracks geboten wird, ist Songwriter Material, welches auf Botschaften setzt und nicht auf Air Play und Chartstürmung. Zugegeben, die Stimme von Kelsey Waldon mag nicht jedes Ohr geschmeidig erreichen. Dafür aber ist sie “unique“ und gibt ihrer Musik, die sich sehr an den 1970er Jahren orientiert, eine besondere Eindringlichkeit. Auch der Produzent hat die Arrangements entsprechend angepasst, so dass eine Retro Stimmung entsteht. Die Akustik Parts sind so eingespielt, dass man durchaus Live Eindruck bekommt. “Season’s Ending“ ist ein Laid Back Titel, der gefühlvoll umgesetzt wurde und mit wenigen Drum Gimmicks für ein feines Hörerlebnis sorgt. Auch wie erfrischend ist es, die Stimme klar und ohne Gedröhne präsentiert zu bekommen. Da dürfen dann auch einmal ausgedehnte Bridges ihren Lauf haben. Lediglich das psychodelische Outro des Titels hätte man weglassen sollen. Oder sollte es auf den nächsten Titel “History Repeat Itself“ überleiten? Da geht die Interpretation auch in eine ähnliche Richtung. Bevor ein ellenlanges Outro, und nur das Outro, von “The Dog“ das Album beschließt, erklingt mit “Progress Again“ ein weiterer Laid Back Titel, dem man gern zuhört. Dann hat man aber ausreichend Kelsey Waldon genossen. Keine ganz leichte Kost in dieser Kompensation.

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Lainey Wilson – Bell Bottom Country (Vorabbesprechung)

(VÖ: 28.10.2022)

Mit den ersten beiden Titeln auf ihrem vierten Album “Bell Bottom Country“, “Hillbilly Hippie“ und “Road Runner“ präsentiert sich Lainey Wilson als Rockröhre. Doch mit “Watermelon Moonshine“ zeigt sie, in Retro Style gefasst, eine gefühlvolle Interpretation. Doch schon wieder ertönt ein Bro Country Rock Song mit “Grease“. Dann wechselt die Stimmung wieder in zarte Gefilde und man weiß gar nicht, ob man die Rock Lady Wilson oder die Singer/Songwriterin Wilson mehr mögen soll. Hoppla, bei “Hold My Halo“ eröffnet den nächsten Rock Country Song ein Banjo. So langsam erkennt man das Konzept, welches den geneigten KonsumentInnen noch einmal vorführen soll, was Lainey Wilson für eine Bandbreite draufhat, bevor sie sich ab November als Schauspielerin versuchen wird. “Those Boots (Daddy’s Song)“ ist ein locker flockiger Country Song, der die Country Seele wieder beruhigen kann. Dem Titel “Wildflowers And Wild Horses“ wurde mit über vier Minuten der meiste Raum auf dem Album “Bell Bottom Country“ eingeräumt. Zu Recht. Der Song vereinigt genial traditionelle Gitarrensound mit modernen Arrangements. Hinzu ist dieser Titel mit seinen Stopps und Wechseln zwischen Uptempo Parts und völlig ruhigen Phasen echt spannend. Vielleicht das Highlight des Albums. Bemerkenswert auch, dass mit dem Cover “What’s Up (What’s Going On)“ eine Wiederbegegnung des One-Hit-Wonders aus 1993 der Gruppe 4 Non Blonde das Album beschließt. Country? Nee. Egal. Das hat Lainey Wilson richtig gut gemacht. Okay, zu viel Rock müsste nicht sein. Doch mit 14 Tracks ist das Album “Bell Bottom Country“ von Lainey Wilson eine gute Unterhaltung.

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Scotty Alexander – Herb’s Hat Shop

(VÖ: 31.07.2022)

Scotty Alexander ist ein Multiinstrumentalist, der Fiddle, Gitarre, Banjo und Bass als Studiomusiker für viele Produktionen eingespielt hat. Zu dem hat der Texaner schon etliche Stars supportet ob als Opener Act oder als Berater. Was also treibt ein solches Talent dazu, ein Album wie “Herb’s Hat Shop“ aufzunehmen, welches ausschließlich Covertitel beinhaltet? Möglicherweise der Respekt gegenüber den Titeln, die er aussuchte. Ob der Opener “Calling Batton Rouge“ (das muss man sich auch erst mal trauen), “Amarillo By Morning“ und, und, und. Dabei interpretiert Scotty Alexander so gekonnt, dass man den Originalen nicht nachtrauert. Wunderbar ein “Gentle On My Mind“ in seiner etwas moderneren Fassung zu hören. Selbst vor “The Devil Went Down To Georgia“ macht er nicht Halt und spielt alle Teufel an die Wand. Wenn Scotty Alexander mit “I Think I’ll Just Stay Here And Drink“ an “Old Hag“, Merle Haggard, erinnert oder Ricky Skaggs “Country Boy“ wieder auferstehen lässt, kann man nur begeistert mitsingen oder grooven. Da steckt soviel Musikalität drin, dass man sich fragt, warum dieser Scotty Alexander nicht schon längst zu den ganz Großen der Branche zählt. Mit “Go Rest High On That Mountain“ hat er sich ein besonderes Schmankerl zum Schluss des 11 Songs umfassenden Albums “Herb’s Hat Shop“ ausgesucht. Selten war ein Cover Album so gelungen.

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The Rosellys – On The Porch

(VÖ: 24.06.2022)

“On The Porch“ ist bereits das fünfte Album der Formation The Rosellys aus Großbritannien. Sieben Jahre haben sich Rebecca und Simon Rosellys Zeit gelassen um ein neues Werk zu veröffentlichen. Mit den Band Mates Alan Kelly und der Vater Sohn Verstärkung von Matt und George Kirby sind The Rosellys komplett. Auf dem Cover des letzten Albums “The Granary Sessions“ sieht man einen alten Bulli mit der Aufschrift “Britisch Americana“. Das trifft es ganz gut. Die Songs werden von der Lead Stimme von Rebecca Rosellys getragen und sind in Instrumentierung durch die Fiddle von Simon Rosellys oder der Pedal Steel von Alan Kelly sehr traditioneller Country, Americana und/oder Folk Sound. Manche Titel sind sehr klischeehaft wie z.B. der Titelsong “On The Porch“. Andere wie etwa “Heartaches And Promises“ kommen als feine Balladen sehr gut zu Gehör. “The River Wy“ ist ein Banjo unterlegter Two Step, wobei die teils feinsinnigen Zeilen keine Oberflächlichkeit zulassen. Die Beschwörung “Don’t Let The Whiskey Win“ oder “Lafayette Louisiana“ sind von Titeln aus dem Mutterland der Country Music nicht zu unterscheiden. Höchstens durch die korrekte Aussprache, die sehr gut verstanden werden kann. Mit dem Titel “Camden Town“, ein Americana/Folk Song, endet die Auswahl der 14 Songs auf dem Album “On The Porch“ von The Rosellys. Feine Unterhaltung einmal nicht aus den Staaten. Erfrischend.

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We Banjo 3 – Open The Road

(VÖ: 15.07.2022)

So ungewöhnlich wie der Bandname We Banjo 3 ist auch die Musik der irischen Band aus Galway. Dabei ist das Banjo schon ein fester Bestandteil der Titel auf dem Album “Open The Road“. Tatsächlich spielen drei der vier Bandmitglieder ein Banjo ein. Zwei Brüderpaare, Enda Scahill und Fergal Scahill, Martin Howley und David Howley, bezeichnen ihre Musik selbst als Celtgrass, eine treffende Wortschöpfung. Die Musik von We Banjo 3 wandelt zwischen Irish Folk, Traditional und Bluegrass hin und her. Mehrere der 10 Tracks reißen die Vier Minuten Grenze. Der Titelsong ist mit über sieben Minuten ein richtiger Longplayer. Für das Arrangement dieses Titels haben sich We Banjo 3 sehr viel Zeit genommen. Beginnend mit traditioneller irischer Volksweise in konzertanter Aufbereitung, führen Banjo und Fiddle durch das Instrumental und bauen, von Mal zu Mal mehr Spannung auf, um sich dann in ein furioses Finish zu stürzen. Das ist begeisternder Irish Folk vom Feinsten. Bei “Rialto“ wird man an Ed Sheeran erinnert und “The First Second Gentleman“ bringt noch ein Instrumental in modernem Gewand, bevor mit “Alive With You“ ein Pop Folk erklingt. Mit der sehr getragenen Melodie und dem Bekenntnis an die Liebe zu glauben in dem Titel “Believe In Us“ endet das Album “Open The Road“ von We Banjo 3. Achtung: das ist eine Freude für alle Irish Music Fans und für Banjo Fans. Celtgrass eben und hat mit Country Music nur am Rande zu tun. Dennoch sehr hörenswert.

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Adam Sanders – All Summer Long

(VÖ: 02.08.2022)

Adam Sanders spielt auf seiner zweiten EP “All Summer Long“ mit dem “Böse Bube“ Klischee, der sich einerseits nach der Frau sehnt, die ihn auf den richtigen Pfad der Tugend führt, andererseits aber gern so bleiben möchte wie er ist. Die sechs Titel strotzen vor Testosteron und Radio Play Songs. Moderne Country Music halt. Daneben gilt Adam Sanders als kommender Singer/Songwriter, der schon eine beachtliche Sammlung an Vorschusslorbeeren bekommen hat. Seine zwei Full Albums, die er als unabhängiger Interpret veröffentlichte, komplettieren seine musikalische Präsenz. Adam Sanders generiert über die Social Media Plattformen jede Menge Aufmerksamkeit und ist also ein Star der Neuzeit. Diese Form der Präsentation ist wahrscheinlich für die Zukunft maßgebend und die immer mehr auf ultraschnelle Information ausgerichtete Fixierung auf Internet und Co. wird CDs und Vinyl auf Dauer in die Besenkammer des Musikkonsums verbannen. Sehr schade. Adam Sanders EP “All Summer Long“ ist solch ein Beispiel. Das sollte aber nicht davon ablenken, dass seine Songs über jede Menge Text verfügen, die erst einmal verstanden werden wollen. Da wird viel zwischen den Zeilen transportiert. Denn wer sich wie in “Mighta Just Met Her“ eine ideale Partnerin herbeiträumt oder von seinem Leben auf der Überholspur lassen würde, träfe er die eine “Richtige“, wie in “Sounds Like Something I’d Do“, gibt doch einiges an Emotionen preis. Fans von traditioneller Country Music werden hier nicht bedient.

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Cody Christian – Canary In A Coal Mine

(VÖ: 05.08.2022)

Wer etwas über den Singer/Songwriter Cody Christian aus Virginia erfahren will, muss sich durch die endlos ermüdenden Social Media Angebote quälen. Leider sind die Zeiten vorbei, in denen man Booklets lesen durfte oder sich durch Internet Auftritte scrollen konnte. Okay, nicht alle Künstler machen es sich so einfach. Cody Christian geizt aber mit Informationen auf seiner Homepage. Macht ja nix. Hört man seine Musik auf seinem Album “Canary In A Coal Mine“, bekommt man einen guten Eindruck vom Können des Interpreten und den Lyrics des Sängers mit der rauen Stimme. Früher hatten die Minenarbeiter Kanarienvögel mit in die Stollen genommen. Blieb ihr Gesang aus und lagen die Tierchen am Boden der Käfige, war die Gasvergiftung für alle lebensgefährlich. Wenn Cody Christian also singt:“ I’m a canary in a coal mine.“, sieht er sich auch als einen Indikator. Für was? Vielleicht für die Gefahr, dass gute handgemachte Musik immer mehr von Computer Bausteinen verdrängt wird? Beinahe verzweifelt klingt da “Someday I Am“ und “Need To Know Basis“ ist auf den Punkt gebracht. 10 Titel hat das Album “Canary In A Coal Mine“ zu bieten und darüber hinaus eine gute halbe Stunde lässiger Unterhaltung. Gefällt auch ohne viele Infos.

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Monica Taylor – Trains, Rivers & Trails

(VÖ: 29.07.2022)

“Trains, Rivers & Trails“ ist das dritte Solo Album der Sängerin Monica Taylor mit den Native American Wurzeln. Im Selbstverlag erschienen, sollte man die Messlatte an die Perfektion des Albums nicht allzu hochlegen. Dafür aber bieten die 11 Tracks jede Menge traditionell eingespielte Instrumente und fließende Melodien. Hinzu kommt die Erzählweise von Monica Taylor, die irgendwie aus der Zeit gefallen ist. Das aber macht den Charme dieses Albums aus. Seit mehr als 25 Jahre macht die Interpretin aus Oklahoma Musik und bekam ihren Spitznamen “The Cimmaron Songbird“ wegen ihrer Art im Gebiet des Cimmaron River im Red Dirt Style zu erzählen und zu interpretieren. Ob Coverversionen wie “Gentle On My Mind“ oder die Hommage an die Großmutter “Salty Tears“, Monica Taylor erreicht die HörerInnen durch die Intension ihrer Interpretation. “Minor Key“ ist alles andere aber kein Song in Moll, ein Duett mit John Fullbright, der für Piano, Hammond B-3 Organ, Wurlitzer und Akkordeon verantwortlich war. „Sie singt aus dem Herzen, erzählt Geschichten von staubigen roten Straßen, Heimat, Zaunpfählen, Zügen und teilt ihre Herkunft als Cherokee Nachfahrin und ihre schottischen Wurzeln in ihren Songs mit ihren Fans.“ So wird die Musik des Albums “Trains, Rivers & Trails“ in einer Rezension beschrieben. Sind die Titel auch sehr gleichförmig in Tempo und Stil gefasst, sie sind allemal eine feine Unterhaltung mit fern aller Chart Musik erdachten Songs und mit richtig tollen Instrumenten eingespielt.

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Ronnie Dunn – 100 Proof Neon

(VÖ: 29.07.2022)

Eine der beeindruckendsten Stimmen der Country Music, vor allem der 1990er Jahre, erklingt wieder. Ronnie Dunn hat nach der Trennung von Partner Kix Brooks und der Aufgabe des Abräumer Duos Brooks & Dunn eine Solokarriere eingeschlagen. Das fünfte Album “100 Proof Neon“ liegt nun vor und präsentiert einen Ronnie Dunn, der dermaßen gut bei Stimme ist, dass man seine fast 70 Lebensjahre kaum glauben möchte. 11 Tracks umfasst das Album und gleich mit dem Opener “Broken Neon Hearts“ geht es im altbewährten Stil von Ronnie Dunn los. Umfangreiches Arrangement und die Stimme im Vordergrund, so wollen seine Fans ihren Ronnie Dunn hören und erleben. Mit “Honky Tonk Town“ im Duett mit Songschreiber Kollege Jake Worthington ist ein richtig fetter Honky Tonk Country Song entstanden. Bei “She’s Why I Drink Whiskey“ bedarf es keiner weiteren Erklärung. Zumal man dem Text mühelos folgen kann. Da wird die Phrasierung nicht zugeballert mit Arrangement. “When The Neon Lies“ ist nicht nur ein feines Wortspiel. Es ist auch eine gelungene Liebesballade, die bittersüß umgesetzt ist und mit “The Blade“ wird dieses Thema noch bitterer präsentiert. Das rief geradezu nach einem Country Music Titel, der schmachtende Liebe und Enttäuschung zugleich transportiert. Auch hier kann Ronnie Dunn liefern mit der feinen Ballade “Something I Can’t Have“. Mit Parker McCollum, den sollte man im Auge behalten, erklingt “Road To Abilene“ mit Platz für E-Gitarre und Steel Guitar. “Good Bartender“ rundet das Album ab und komplettiert den roten Faden bei dem sich alles um Honky Tonk, Neonbeleuchtung, trügerische Ablenkung durch den unvermeidlichen Whiskey oder Tresen Tragödien dreht. “100 Proof Neon“ ist ein Album, das zum einen den unverwüstlichen Ronnie Dunn sehr eindrucksvoll präsentiert, als auch eine gute halbe Stunde Nostalgie und Rückversetzung in die 1990er Jahre bietet. Gut gemacht.

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Shania Twain – Not Just A Girl (The Highlights)

(VÖ: 26.07.2022)

Mit drei Diamant Alben ist Shania Twain möglicherweise die erfolgreichste Sängerin der Country Music aller Zeiten. Ob das nun stimmt oder nicht, Country Music war das sicher nicht alles, ist sie eine beeindruckende Frau. Okay, man kann trefflich darüber streiten, ob man die Highlights einer unfassbar erfolgreichen Karriere, nach einigen Jahrzehnten neu aufpoliert, in ein “Highlight“ Album packen muss. Bei der Zusammenstellung “Not Just A Girl (The Highlights)“ hat man komprimiert die Gelegenheit, eine tolle Frau, eine beeindruckende Stimme und Nummer Eins Erfolge wie am Fließband zu konsumieren. Es fehlt keiner der Top Titel der kleinen Person mit Native American Wurzeln, die einmal nicht aus den USA stammt, sondern eine waschechte Kanadierin ist. Einige Titel sind Single Tracks andere Red Versions (aus der Pop Version des Albums “Up!“) oder Green Versions (aus der Country Version des Albums “Up!“). Shania Twain ist und bleibt eine feste Größe der Country Music der 1990er Jahre, die die Tür zum Pop schon damals weit aufgestoßen hatte.

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Billy Dean – The Rest Of It’s Mine

(VÖ: 05.08.2022)

Neus von Billy Dean! Zehn Jahre war es still geworden um den Sänger und Songschreiber aus Florida. Die 1990er Jahre waren sein Erfolgsjahrzehnt in welchem er aber nur mit dem Titel von Kenny Rogers “Buy Me A Rose“ eine Nummer Eins Platzierung für sich verbuchen konnte. Mit Kollegin Alison Krauss hatte er zu dem Song beigetragen. Ein Ausflug in die Schauspielerei blieb ebenfalls ohne große Erfolge. Billy Dean verlor seinen Plattenvertrag und hatte 2012 sein letztes Album “A Man Of Good Fortune“ am Start. Nun also legt er sein neues Album “The Rest Of It’s Mine“ vor und hat mit 11 Tracks jede Menge Easy Going Caribbean Feeling im Gepäck. Beschwingt und voller leichter Unterhaltung singt er etwa bei “Laziest Man Alive“, was vielleicht eine Erklärung für seine lange Abstinenz sein könnte. Für den Titelsong “The Rest Of It’s Mine“ hat er sich die Mitwirkung von Paul Overstreet gesichert. Irgendwie kommt der Song recht bekannt vor. Darin beschreibt er, dass er seine Verpflichtungen der Familie gegenüber erfüllt hat und auch der Bank für das Haus nichts mehr schuldet. Nun soll der Rest allein ihm gehören und sein Leben eine neue Richtung bekommen. “Bourbon Vacation“ als Party Version angekündigt, ist zunächst eine moderne Ballade, die dann aber mit Party Crowd Jubel unterlegt wurde. Spätestens bei “Margarita Memories“ ist klar, was Billy Dean hier abliefern möchte. Ein Party Album voller Songs, die Spaß machen. Nach all den karibischen Gute Laune Arrangements hat er bei “Hemingway“ auch mal Nachdenklicheres zu bieten. Und das bei bester Stimme und Piano getragenem Sound. Dreißig Jahre nach seinem größten Charterfolg mit “Somewhere In My Broken Heart“ hat er diesen Titel mit großem Symphonie Orchester neu aufgenommen und stellt ihn an den Schluss seines Albums “The Rest Of It’s Mine“. Nach all der beschwingten Party Musik entlässt der Titel die Konsumenten mit einer sehr getragenen Stimmung und dem Gefühl, eine gute Unterhaltung genossen zu haben.

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Kimberly Morgan York – Keep On Going

(VÖ: 22.07.2022)

Wenn der erste Song des zweiten Albums von Kimberly Morgan York “Keep On Going“ erklingt, hat man den Eindruck eines vom Music Business geformten American Country Girls. Doch von Titel zu Titel verändert sich der Eindruck. Kimberly Morgan York bedient Pop Country genauso wie Americana und traditionelle Klänge ihrer Vorbilder wie Dolly Parton, Tammy Wynette, Eartha Kitt, John Prine oder Ricky Skaggs. So wechseln die Stimmungen der Titel von flotten Pop Klängen zu schwermütigen Balladen wie etwa bei “Numb“, oder “Ruby“. Etwas weniger engelsgleiche Stimmlage hätte dem einen oder anderen Titel gutgetan. Kimberly Morgan York ist kein College Girl, eher eine erwachsene Frau. So plätschern die zehn Titel dahin und laden nicht unbedingt ein, in die Texte einzudringen. “Keep On Going“ von Kimberly Morgan York ist ein Album unter vielen und findet sicher einige Fans.

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Lonesome River Band – HeyDay

(VÖ: 22.07.2022)

Die Liste der Alben der Lonesome River Band ist beinahe genauso lang wie die Liste der aktuellen und ehemaligen Mitglieder dieser Ausnahme Bluegrass Formation. Der Opener “Mary Is A Pistol“ enthält bereits alle Elemente, die die Musik der Lonesome River Band ausmachen. Feiner Leadgesang, abgestimmte Harmonien und exzellent gespielte Instrumente. Diese Adaption des alten Jimmy Martin Titels “Mary Ann“ macht schon einmal Appetit. “Cumberland River Shore“ als gut verdaulicher Bluegrass mit Schwung wird abgelöst von der eher ungewöhnlich ruhigen Version von “Gabriel’s Already Standing“, die einen Gospel zelebriert. Doch mit “Waitin‘ On A Train“ geht es flott und in alter Tradition weiter. Auch mit der aktuellen Besetzung hat der begnadete Banjoist Sammy Shelor wieder ganz hervorragende Bandmitglieder um sich geschart. Die Fiddle von Mike Hartgrove ist schon großes Kino. Auch bekannte Standards wie “Come On Down From The Mountain Top“ finden auf dem Album “HeyDay“ statt. Oder so provokante Texte wie in “Tell Herr Lies And Feed Her Candy“, eine heutzutage nicht ganz problemfreie Aussage. Die Ballade von “Jesse James“ oder eine umgestrickte Fassung von “Bye, Bye Love“, ein mitreißendes “Love Songs“ und der Schlusstitel “That’s Life“ runden das 13 Tracks umfassende Album “HeyDay“ der Lonesome River Band ab. Mit dieser Musik ist man immer gut unterhalten.

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Madison Violet – Eleven

(VÖ: 01.07.2022)

Das kanadische Folk Duo Madison Violet, bestehend aus Brenley MacEachern und Lisa MacIsaac, haben mit dem Album “Eleven“ seit ihrer Gründung in 1999 nun ihr elftes Album veröffentlicht. Diesmal unter eigener Regie und ihren Angaben zufolge, ein Album voller, in ihre Songs gepackte, Selbsterfahrungen. Dementsprechend getragen kommen alle zehn Titel daher. Ja, die Erfahrung die Nichte im Alter von 20 Jahren verloren zu haben wie im Song “We Lost The Light“ thematisiert, ist eine starke Emotion wert. Madison Violet setzen ganz bewusst auf die gefühlsbetonte Seite ihrer Songs und mit ihren Fähigkeiten als Multiinstrumentalistinnen können sie ihre Musik auch gekonnt arrangieren. Vielfach in der Folk Szene in Kanada ausgezeichnet, können die beiden Musikerinnen aber auch Freunde aus der Country Music Szene für sich gewinnen. Country Music hat Madison Violet auch im Album “Eleven“ nicht im Angebot. Dennoch hat man mit einer guten halbe Stunde mit besinnlichen, sehr feminin vorgetragenen, Songs eine feine Unterhaltung. Es bleibt ein eher melancholischer Eindruck zurück. 

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Die ausführlichen Besprechungen der folgenden Alben sind hier: Archiv

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Peter Rowan – Calling You From My Mountain

(VÖ: 24.06.2022)

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Ray Fulcher – Spray Painted Line

(VÖ: 24.06.2022)

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Ty Herndon – Jacob

(VÖ: 15.07.2022)

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Luke Combs – Growin‘ Up

(VÖ: 24.06.2022)

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Kristian Bush – 52/In The Key Of Summer

(VÖ: 17.06.2022)

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Skeeter Davis – Vintage Cafe – My Greatest Weakness

VÖ: 08.06.2022)

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Maddie Rean – Doin‘ Me

(VÖ: 24.05.2022)

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BlackHawk – Blue Highway

(VÖ: 24.06.2022)

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Blackie And The Rodeo Kings – O Glory

(VÖ: 08.07.2022)

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Calder Allen – The Game

(VÖ: 10.06.2022)

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Danni Leigh – Walkin‘ On A Wire

(VÖ: 20.05.2022)

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Jason Grove – Caribbean Cowboy

(VÖ: 01.07.2022)

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Jimmie Allen – Tulip Drive

(VÖ: 23.06.2022)

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Parsons Ghost – Parsons Ghost

(VÖ: 27.05.2022)

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Steve Earle & The Dukes – Jerry Jeff

(VÖ: 27.05.2022)

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The Often Herd – Where The Big Lamp Shines

(VÖ: 03.06.2022)

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Jaelee Roberts – Something You Didn’t Count On

(VÖ: 20.05.2022)

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Linda Lay & Springfield Exit – Linda Lay

(VÖ:11. 02.2022)

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Michael Martin Murphey & Ryan Murphey – Road Beyond The View

(VÖ: 10.06.2022)

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Mike Thomas – Three Reasons – Deluxe Edition

(VÖ: 19.06.2022)

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Paige King Johnson – Honky Tonk Heart

(VÖ: 01.07.2022)

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Alexander Ludwig – Alexander Ludwig

(VÖ: 21.05.2022)

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American Aquarium – Chicamacomico

(VÖ: 10.06.2022)

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The Blue Dogs – Big Dreamers

(VÖ: 03.06.2022)

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Chris Young – Famous Friends Deluxe Edition

(VÖ: 06.06.2022)

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 Eli Young Band – Love Talking

(VÖ: 03.06.2022)

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Miranda Lambert – Palomino

(VÖ: 29.04.2022)

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Mitchell Tenpenny – The Low Light Sessions

(VÖ: 15.04.2022)

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Nitty Gritty Dirt Band – Dirt Goes Dylan

(VÖ: 20.05.2022)

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Ronnie Reno & The Reno Tradition – Portfolio

(VÖ: 30.04.2022)

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Tommy Townsend – Southern Man

(VÖ: 29.04.2022)

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Home Free – The Sounds Of Lockdown

(VÖ: 15.04.2022)

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Joshua Hedley – Neon Blue

(VÖ: 22.04.2022)

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Jason Aldean – Georgia

(VÖ: 22.04.2022)

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Midland – The Last Resort: Greetings From

(VÖ: 06.05.2022)

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Cole Swindell – Stereotype

(VÖ: 08.04.2022)

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Corb Lund – Songs My Friends Wrote

(VÖ: 29.04.2022)

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Dallas Wayne – Coldwater, Tennessee

(VÖ: 22.04.2022)

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Dave Miller – Prayers In The Wind

(VÖ: 13.05.2022)

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Dustin Herring – Acquired Taste

(VÖ: 10.05.2022)

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Gord Bamford – Diamonds In A Whiskey Glass (Deluxe Diamond Edition)

(VÖ: 20.05.2022)

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Old Crow Medicine Show – Paint This Town

(VÖ: 22.04.2022)

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Dale Watson – Jukebox Fury

(VÖ: 22.04.2022)

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ERNEST – Flower Shops

(VÖ: 11.03.2022)

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Randall King – Shot Glass

(VÖ: 18.03.2022)

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Bobby Duncan – Maybe This Time

(VÖ: 19.04.2022)

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Ian Noe – River Fools & Mountain Saints

(VÖ: 25.03.2022)

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Reba McEntire – My Chains Are Gone (Hymns & Gospel Favorites)

(VÖ: 25.03.2022)

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Robert Deitch – A Stone’s Throw

(VÖ: 01.03.2022)

 

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Alex Miller – Miller Time

(VÖ: 29.04.2022)

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Jefferson Ross – Southern Currency

(VÖ: 18.03.2022)

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The Del McCoury Band – Almost Proud

(VÖ: 18.02.2022)

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Dolly Parton – Run Rose Run

(VÖ: 04.03.2022)

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Drake White – The Optimystic

(VÖ: 11.03.2022)

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Ned LeDoux – Buckskin

(VÖ: 11.03.2022)

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Maren Morris – Humble Quest

(VÖ: 25.03.2022)

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Amanda Ann Platt And The Honeycutters – The Devil And The Deep Blue Sea

(VÖ: 25.02.2022)

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Cedar Hill – New Chapter

(VÖ: 04.03.2022)

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Deborah Allen – The Art Of Dreaming

(VÖ: 18.03.2022)

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Sarah Davison & Ivy Philips – Ragtime Fiddle

(VÖ: 06.02.2022)

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Tammy Rogers & Thomm Jutz – Surely Well Be Singing

(VÖ: 21.01.2022)

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The Cactus Blossoms – One Day

(VÖ: 11.02.2022)

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The Infamous Stringdusters – Toward The Fray

(VÖ: 18.03.2022)

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Markus Rill & The Troublemakers – Everything We Wanted

(VÖ: 08.04.2022)

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Joe Nichols – Good Day For Living

(VÖ: 18.02.2022)

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Kristy Cox – Shades Of Blue

(VÖ: 04.02.2022)

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Mike Kuster – Better Late Than Never

(VÖ: 22.02.2022)

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Muscadine Bloodline – Dispatch To 16th Ave.

(VÖ: 08.10.2021)

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Priscilla Block – Welcome To The Block Party

(VÖ: 11.02.2022)

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Raechel Whitchurch – Finally Clear

(VÖ: 16.04.2021)

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Colette Jones – Deluge

(VÖ: 08.01.2022)

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Dylan Wheeler – Times Are Changing

(VÖ: 03.02.2022)

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Gary Allan – Best I Ever Had

(VÖ: 11.02.2022)

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Jim Gaudet And The Railroad Boys – Hillbilly Rock N Roll

(VÖ: 06.01.2022)

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Walker Hayes – Country Stuff The Album

(VÖ: 21.01.2022)

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Wesley Dennis – Then And One More Day

(VÖ: 21.05.2021)

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Bobby Allison And Gerry Spehar – Delta Man

(VÖ: 21.01.2022)

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Brent Cobb – Now Let’s Turn To Page

(VÖ: 28.01.2022)

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Eddie Montgomery – Ain’t No Closing Me Down

(VÖ: 27.10.2021)

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Eric Brace & Last Train Home – Everything Will Be

(VÖ: 01.2022)

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Morgan Wade – Reckless Deluxe Edition

(VÖ:28.01.2022)

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The Cripple Creek Band – Last Of A Dying Breed

(VÖ: 24.01.2022)

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Tracy Lawrence – Hindsight 2020 Vol.3: Angelina

(VÖ: 28.01.2022)

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Gabriel Riby – Countryside

(VÖ:2022)

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Jacob Bryant – Bar Stool Preacher

(VÖ: 21.01.2022)

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Ruthie Collins – Cold Comfort (Expanded Version)

(VÖ: 07.01.2022)

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American Aquarium – Slappers, Bangers & Certified Twangers – Vol.2

(VÖ: 10.12.2021)

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Kristian Bush – Troubadour

(VÖ: 19.11.2021)

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Jason Boland – The Light Saw Me

(VÖ: 03.12.2021)

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Josh Grider – Long Way From Las Cruses

(VÖ: 12.11.2021)

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Nathan Carter – Little Old Town

(VÖ: 11.2021)

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Cody Jinks – Mercy

(VÖ: 12.11.2021)

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Allie Colleen – Stones

(VÖ: 24.11.2021) 

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Blake Shelton – Body Language Deluxe

(VÖ: 06.10.2021) 

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Blue Rodeo – Many A Mile

(VÖ: 03.12.2021)

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Lucas Hoge – 12.25 (noch ein Weihnachtsmusik-Album)

(VÖ: 16.11.2021)

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Ray Scott – Cover The Earth

(VÖ: 17.09.2021) 

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Ray Stevens – Ain’t Nothing Funny Anymore

(VÖ: 08.10.2021)

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Willie Nelson – The Willie Nelson Family

(VÖ: 12.11.2021)

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Creed Fisher – Go Out Like Hank

(VÖ: 28.01.2021)

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Hayseed Dixie – Shattered Grass

(VÖ: 29.10.2021)

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Jason Aldean – Macon

(VÖ: 12.11.2021)

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Kentucky Headhunters – That’s A Fact Jack

(VÖ: 22.10.2021)

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Marty Raybon – Marty Raybon Bluegrass

(VÖ: 08.10.2021)

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Toby Keith – Peso In My Pocket

(VÖ: 15.10.2021)

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Zac Brown Band – The Comeback

(VÖ: 15.10.2021)

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Amanda Shires – For Christmas

(VÖ: 12.11.2021)

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Brett Young – & Friends – Sing The Christmas Classics

(VÖ: 14.09.2021)

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Cody Johnson – A Cody Johnson Christmas

(VÖ: 19.11.2021)

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Hunter Brothers – Joy To The World

(VÖ: 22.10.2021)

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Pistol Annies – Hell Of A Holiday

(VÖ: 22.10.2021)

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Randy Travis – An Old Time Christmas – Deluxe Edition

(VÖ: 19.11.2021)

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Steve Holy – A Christmas To Remember

(VÖ: 22.10.2021)

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Steve Wariner – Feels Like Christmas Time

(VÖ: 15.10.2021)

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Jameson Rodgers – Bet You’re From A Small Town

(VÖ: 17.09.2021)

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Jon Randall – Jon Randall

(VÖ: 09.09.2021)

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Jon Wolfe – Dos Corazones

(VÖ: 01.09.2021)

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Lady A. – What A Song Can Do

(VÖ: 22.10.2021)

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Mitchell Tenpenny – Midtown Diaries

(VÖ: 10.09.2021)

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Side Pony – Lucky Break

(VÖ: 08.10.2021)

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Billy Joe Shaver & Kinky Friedman – Live Down Under

(VÖ: 13.10.2021)

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Boy Named Banjo – Circles

(VÖ: 27.08.2021)

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Chris Jones & The Night Drivers – Make Each Second Last

(VÖ: 15.10.2021)

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Cody Johnson – Human – The Double Album

(VÖ: 08.10.2021)

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Frank Foster – Star Bangled Bangers

(VÖ: 02.09.2021)

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Michael Ray – Higher Education

(VÖ: 27.08.2021)

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Scotty McCreery – Same Truck

(VÖ: 17.09.2021)

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Suzy Bogguss – Journeys

(VÖ: 03.09.2021)

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Colebrook Road – Hindsight Is 2020

(VÖ: 22.10.2021)

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Deana Carter – Summer Love

(VÖ: 13.08.2021)

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Jeff Tuohy – Hudson Delta

(VÖ: 17.09.2021)

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Kacey Musgraves – Star Crossed

(VÖ: 10.09.2021)

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Kip Moore – Wild World Deluxe

(VÖ: 12.02.2021)

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Lauren Alaina – Sitting Pretty At The Top Of The World

(VÖ: 03.09.2021)

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Amarugia Ridge Runners – Midwest Millionaires

(VÖ: 26.08.2021)

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Asleep At The Wheel – Half A Hundred Years

(VÖ: 24.09.2021)

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Buck Owens – Tall Dark Stranger

(VÖ: 06.08.2021)

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Bear‘s Sonic Journals:
Johnny Cash At Carousel Ballroom – April, 24, 1968

(VÖ: 29.10.2021)

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Suzy Bogguss – In The Cards

(VÖ:2021)

 

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The Isaacs – The American Face

(VÖ: 13.08.2021)

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Trace Adkins – The Way I Wanna Go

(VÖ: 27.08.2021)

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Tracy Lawrence – Hindsight 2020, Vol. 2: Price Of Fame

(VÖ: 13.08.2021)

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 Trisha Yearwood – Every Girl Deluxe

(VÖ: 13.08.2021)

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Taylor Rae – Mad Twenties

(VÖ: 01.10.2021)

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Billy Currington – Intuition

(VÖ: 06.08.2021)

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Connie Smith – The Cry Of The Heart

(VÖ: 20.08.2021)

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Darin & Brooke Aldridge – This Life We’re Livin‘

(VÖ: 06.08.2021)

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John Hartford – Iron Mountain Depot

(1970, 2002, 2021)

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Lonesome River Band – Singing Up There: A Tribute To The Easter Brothers

(VÖ: 23.07.2021)

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Midland – The Last Resort

(VÖ: 16.07.2021)

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Tyller Gummersall – Lucky Guy

(VÖ: 23.06.2021)

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Tylor & The Train Robbers – Non-Typical Find

(VÖ: 17.05.2021)

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Wild Leek River – Wild Leek River

(VÖ: 03.07.2021)

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Wynn Stewart – I’d Rather Have America

(VÖ: 2021)

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Jimmie Allen – Bettie James Gold Edition

(VÖ: 10.07.2021)

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Leon McAuliffe – Points West

(VÖ: 14.06.2021)

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Rodney Crowell – Triage

(VÖ: 23.07.2021)

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Curtis Grimes – Curtis Grimes

(VÖ: 30.07.2021)

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Glen Campbell – Live From The Troubadour

(VÖ: 23.07.2021)

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Ashley Riley – Set You Free

(VÖ: 18.06.2021)*************************************************************************************

Charlie Daniels – Duets

(VÖ: 16.07.2021)

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Clay Walker – Texas To Tennessee

(VÖ: 30.07.2021)

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Chris Young – Famous Friends

(VÖ: 06.08.2021)

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Gary Allen – Ruthless

(VÖ: 12.03.2021)

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Home Free – Land Of The Free

(VÖ: 25.06.2021)

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Josh Turner – Happy Mothers Day
Josh Turner – I’ll Be There

(VÖ: 07.05. und 04.06.2021)

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Rory Feek – Gentle Man

(VÖ: 18.06.2021)

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The Flatlanders – Treasure Of Love

(VÖ: 09.07.2021) 

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The Oak Ridge Boys – Front Porch Singin‘

(VÖ: 11.06.2021) 

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Angela Meyer – Legions & Legends

(VÖ: 09.07.2021)

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Ashley McBryde – Never Will: Live From A Distance

(VÖ: 28.05.2021)

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Brett Young – Weekends Look A Little Different These Days

(VÖ: 04.06.2021)

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Best Of Green Hill Music – The Bluegrass Collection

(VÖ: 07.2021)

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Doyle Lawson & Quicksilver – Roundtable

(VÖ: 25.06.2021)

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Rhonda Vincent – Music Is What I See

(VÖ: 28.05.21)

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Thomas Rhett – Country Again: Side A

(VÖ: 30.04.2021)

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Willie Nelson – Texas Willie

(VÖ: 21.05.2021)

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Blake Shelton – Body Language

(VÖ: 21.05.2021)

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Chase Rice – The Album

(VÖ: 28.05.2021)

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Greensky Bluegrass – The Leap Year Sessions, Vol. Three

(VÖ: 2021)

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Jimmie Dale Gilmore & The Flatliners – Unplugged

(VÖ: 1995, 2008, 2011)

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John Schneider – Truck On

(VÖ: 02.04.2021)

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Justin Moore – Straight Outta The Country

(VÖ: 23.04.2021)

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Travis Tritt – Set In Stone

(VÖ: 07.05.2021)

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Alan Jackson – Where Have You Gone

(VÖ: 14.05.2021)

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American Aquarium – Slappers, Bangers & Certified Twangers, Vol. One

(VÖ: 07.05.2021)

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Andy Johnson – Help Yourself

(VÖ: 22.04.2021)

*************************************************************************************

Jesse Keith Whitley – Breakin‘ Ground

(VÖ: 09.05.2021)

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Jameson Rodgers – In It For The Money

(VÖ: 23.04.2021)

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Tracy Lawrence –
               Hindsight 2020, Volume 1. Stairway To Heaven, Highway To Hell

(VÖ: 23.04.2021)

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Lefty Frizzell – Glad I Found You Lefty!

(VÖ: 26.03.2021)

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Luke Bryan – Born Here Live Here Die Here – Deluxe Edition

(VÖ: 09.04.2021) 

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Reba McEntire – Hallelujah, Amen

(VÖ: 02.04.2021)

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Tim McGraw – Here On Earth – Ultimate Edition

(VÖ: 16.04.2021)

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Canaan Smith – High Country Sound

(VÖ: 02.04.2021)

*************************************************************************************

Eric Church – Heart

(VÖ: 16.04.2021) & (VÖ: 20.04.2021)
 Soul (VÖ: 23.04.2021)

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Gary Allen – Deep Cuts

(VÖ: 24.04.2021)

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Hermann Lammers Meyer – What Comes Next

(VÖ: 10.01.2021)

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Gabby Barrett – Live From The Goldmine

(VÖ: 2021)

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Josh Turner – The Answer

(VÖ: 02.04.2021)

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Amanda Cook – Narrowing The Gap

(VÖ: 26.03.2021)

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Brett Kissel – What Is Life?

(VÖ: 09.04.2021)

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Brian Kelley – BK’s Wave Pack

(VÖ: 13.04.2021)

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Morgan Wade – Reckless

(VÖ: 19.03.2021)

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Steve Gulley & Tim Stafford – Still Here

(VÖ: 19.03.2021)

*************************************************************************************

The Golden Roses – Devil’s In The Details

(VÖ: 19.03.2021)

*************************************************************************************

Midland – The Sonic Ranch

(VÖ: 19.03.2021)

*************************************************************************************

Brent Funkhouser – The Next Karaoke Star

(VÖ: 03.03.2021)

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Corb Lund – Agricultural Tragic Deluxe

(VÖ: 26.06.2020)

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Mark Chesnutt – Live From The Honky Tonk

(VÖ: 12.02.2021)

*************************************************************************************

Aaron Crawford – Honky Tonk Electricity

(VÖ: 03.2021)

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Clint King – How Do I

(VÖ: 03.2021)

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Nick Norman – Nick Norman

(VÖ: 05.03.2021)

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Reba McEntire – Women To The Front

(VÖ: 05.03.2021)

*************************************************************************************

Tony Smith – Stir The Embers

(VÖ: 2021)

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Trace Adkins – Trace 25: Dreamin‘ Out Loud

(VÖ: 27.02.2021)

*************************************************************************************

Clint Roberts – Rose Songs

(VÖ: 26.02.2021)

*************************************************************************************

Dale Watson – Dale Watson Presents The Memphians

(VÖ: 26.02.2021)

*************************************************************************************

Hailey Whitters – Living The Dream (Deluxe Edition)

(VÖ: 26.02.2021)

*************************************************************************************

Ray Stevens – Great Country Ballads

(VÖ: 02.2021)

*************************************************************************************

Carly Pearce – 29

(VÖ: 19.02.2021)

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Dale Harper & The Highlanders – Ghost Town

(VÖ: 02.2021)

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Willie Nelson – That’s Life

(VÖ: 26.02.2021)

*************************************************************************************

Jacob Bryant – Practice What I Preach Deluxe Edition

(VÖ:02.2021)

*************************************************************************************

Florida Georgia Line – Life Rolls On

(VÖ: 12.02.2021)

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Randy C. Moore – Lufkin

(VÖ: 05.01.2021)

*************************************************************************************

Lucas Hoge – Sunday Sessions

(VÖ: 22.01.2021)

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Mary Chapin Carpenter – The Dirt And The Stars

(VÖ: 07.08.2020)

*************************************************************************************

Michael Hearne – Better Days

(VÖ: 18.01.2021)

*************************************************************************************

The Small Town Sinners – Union Ave

(VÖ: 05.11.2020)

*************************************************************************************

Tony Kerr – Crying My Heart Out Over You

(VÖ: 2021) 

*************************************************************************************

Branded Bluegrass – Somebody‘s Child

(VÖ: 11.01.2021)

*************************************************************************************

Catherine Britt – Home Truths

(VÖ: 15.01.2021)

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Scott MacKay – Stupid Cupid

(VÖ: 08.01.2021)

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Morgan Wallen – Dangerous – The Double Album

(VÖ: 08.01.2021)

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Steve Earle & The Dukes  – J.T.

(VÖ: 04.01.2021)

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The Infamous Stringdusters – Dust The Halls: An Acoustic Christmas Holiday!

(VÖ: 04.12.2020)

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Sturgill Simpson
– Cuttin‘ Grass Vol.1 – The Butcher Shoppe Sessions (VÖ: 16.10.2020)
– Cuttin‘ Grass Vol.2 – The Cowboy Arms Sessions (VÖ: 11.12.2020)

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Aaron Watson – American Soul

(VÖ: 08.01.2021)

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Barry Gibb – Greenfields – The Gibb Brothers Songbook Vol.1

(VÖ: 08.01.2021)

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Markus Rill – New Crop

(VÖ: 11.12.2020)

*************************************************************************************

Willie Nelson – American Outlaw All-Star Concert

(VÖ: 11.12.2020)

*************************************************************************************

Dean Brody – Boys

(VÖ: 18.11.2020)

*************************************************************************************

Easton Corbin – Didn’t Miss A Beat

(VÖ: 13.11.2020)

*************************************************************************************

Russell Dickerson – Southern Symphony

(VÖ: 04.12.2020)

*************************************************************************************

Garth Brooks – Fun

(VÖ: 20.11.2020)

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Granger Smith – Country Things – Vol.2

(VÖ: 27.11.2020)

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Little Texas – God Blessed Texas: The Singles 1992 – 1996

(VÖ: 2020)

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Collin Raye – Scars

(VÖ: 20.11.2020)

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Lee Brice – Hey World

VÖ: 20.11.2020)

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The Swon Brothers – Nashlahoma

(VÖ: 20.11.2020)

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Brad Paisley – Christmas (Deluxe Version)

(VÖ: 06.11.2020)
*******************

Home Free – Warmest Winter

(VÖ: 02.10.2020)
*******************

Mitchell Tenpenny – Neon Christmas

(VÖ: 23.10.2020)
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Steve Azar – My Mississippi Reunion

(VÖ: 23.10.2020)

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Tanya Tucker – Live From The Troubadour

(VÖ: 23.10.2020)

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Trace Adkins – Ain’t That Kind Of Cowboy

(VÖ: 16.10.2020)

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Ward Thomas – Invitation

(VÖ: 09.10.2020)

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BlackHawk – Just About Right Live From Atlanta

(VÖ: 02.11.2020)

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Chris Stapleton – Starting Over

(VÖ: 13.11.2020)

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Billy Ray Cyrus – The Singing Hills Sessions – Mojave

(VÖ:09.11.2020)

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Brothers Osborne – Skeletons

(VÖ: 09.10.2020)

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CAM – The Otherside

(VÖ: 30.10.2020)

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Earl Thomas Conley – Promised Land: The Lost Album

(VÖ: 25.09.2020)

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Mark Stoffel – Coffee & Cake

(VÖ: 2020)

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Margie Singleton – Never Mind

(VÖ: 30.10.2020)

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Slim Dime – The Long Journey Home

(VÖ: 14.09.2020)

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Moe Bandy – A Love Like That

(VÖ: 28.08.2020)

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Maceo – Boomtown

(VÖ: 2020)

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Mo Pitney – Ain’t Looking Back

(VÖ: 14.08.2020)

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Tim McGraw – Here On Earth

(VÖ: 21.08.2020)

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RaeLynn – Baytown

(VÖ: 14.08.2020)

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Brent Cobb – Keep ‘Em On They Toes

(VÖ: 02.10.2020)

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Justin Moore – Live At The Ryman

(VÖ: 25.09.2020)

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Terri Clark – It’s Christmas…Cheers

(VÖ: 25.09.2020)

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Sean Harrison – Halfway From Nashville

(Vorbesprechung – VÖ: 06.11.2020)

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Kelsea Ballerini – ballerini

(VÖ: 11.09.2020)

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Lindsay Ell – Heart Theory

(VÖ: 14.08.2020)

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Keith Urban – The Speed Of Now, Part 1

(VÖ: 18.09.2020)

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Eric Paslay – Nice Guy

(VÖ: 14.08.2020)

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Caylee Hammack – If It Wasn’t For You

(VÖ: 14.08.2020)

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Dallas Smith – Timeless

(VÖ: 28.08.2020)

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Steve Thomas & The Time Machine – All Of These Years

(VÖ: 24.04.2020)

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The Barefoot Movement – Rise & Fly

(VÖ: 20.03.2020)

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The Roe Family Singers – Roll Up The Rug!

(VÖ:  08.05.2020)

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Bradley & Adair – Oh Darlin‘

(VÖ: 21.02.2020)

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Flashback – Blues Around My Cabin

(VÖ: 27.03.2020)

*************************************************************************************

JB & Jamie Dailey – Step Back In Time

(VÖ: 08.05.2020)

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Josh Turner – Country State Of Mine

(VÖ: 21.08.2020)

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Mac MacAnally – Once In A Lifetime

(VÖ: 31.07.2020)

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Mary Chapin Carpenter – The Dirt And The Stars

(VÖ: 07.08.2020)

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Noah Schnacky – Noah Schnacky

(VÖ: 24.07.2020)

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Carolina Blue – Take Me Back

(VÖ: 19.06.2020)

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Cassadee Pope – Rise And Shine

(VÖ: 07.08.2020)

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Alecia Nugent – The Old Side Of Town

(VÖ: 18.09.2020)

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Willie Nelson – First Rose Of Spring

(VÖ: 03.07.2020)

*************************************************************************************

Brett Eldredge – Sunday Drive

(VÖ: 10.07.2020)

 

*************************************************************************************

Luke Bryan – Born Here Live Here Die Here

(VÖ: 07.08.2020)

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Rascal Flatts – How They Remember You

(VÖ: 31.07.2020)

*************************************************************************************

Tenille Townes – The Lemonade Stand

(VÖ: 26.06.2020)

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The Chicks – Gaslighter

(VÖ: 17.07.2020)

 

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Wendy Moten – I’ve Got You Covered

(VÖ: 12.02.2020)

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Rumer – Nashville Tears

(VÖ: 14.08.2020)

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The Wildmans – The Wildmans

(VÖ: Mai 2020, CD: 07.08.2020)

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Travis Denning – Beer’s Better Cold

(VÖ: 15.05.2020)

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Kody West – Overgrown

(VÖ: 17.04.2020)

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Kristian Bush – Southern Gravity (The Complete Collection)

(VÖ: 24.04.2020)

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Old Dominion – Old Dominion (Deluxe Edition)

(VÖ: 27.05.2020)

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Pam Tillis – Looking For A Feeling

(VÖ: 24.04.2020)

*************************************************************************************

Randy Rogers & Wade Bowen – Hold My Beer Vol. 2

(VÖ: 07.05.2020)

*************************************************************************************

Bobby Bare – Great American Saturday Night

(VÖ: 17.04.2020)

*************************************************************************************

Chris Roberts – Mountain Standard Time

(VÖ: 24.04.2020)

*************************************************************************************

Gretchen Peters – The Night You Wrote That Song – The Songs Of Mickey Newbury

(VÖ: 15.05.2020)

*************************************************************************************

James Robert Webb – James Robert Webb

(VÖ: 27.03.2020)

*************************************************************************************

Jimmy Buffett – Life On The Flip Side

(VÖ: 29.05.2020)

*************************************************************************************

Kenny Chesney – Here And Now

(VÖ: 01.05.2020)

*************************************************************************************

Kip Moore – Wild World

(VÖ: 29.05.2020)

*************************************************************************************

Daryl Mosley – The Secret Of Life

(VÖ: geplant 22.05.2020)

*************************************************************************************

John Anderson – Years

(VÖ: 10.04.2020)

*************************************************************************************

Ashley McBryde – Never Will

(VÖ: 03.04.2020)

*************************************************************************************

Sam Hunt – Southside

(VÖ: 03.04.2020)

*************************************************************************************

Lukas Nelson & Promise Of The Real – Naked Garden

(VÖ: 27.03.2020)

*************************************************************************************

Carly Pearce – Carly Pearce

(VÖ: 14.02.2020)

*************************************************************************************

Steep Canyon Rangers – North Carolina Songbook

(VÖ: 29.11.2019)

*************************************************************************************

Suzie Candell – Restless

(VÖ: 27.03.2020)

*************************************************************************************

The Shires – Good Years

(VÖ: 13.03.2020)

*************************************************************************************

Sons Of The Pioneers – The Lost Masters

(VÖ: 13.03.2020)

*************************************************************************************

Kelsea Ballerini -Kelsea

(VÖ: 20.03.2020)

*************************************************************************************

Jim Lauderdale – When Carolina Comes Home Again

(VÖ: 06.03.2020)

*************************************************************************************

Hailey Whitters – The Dream

(VÖ: 28.02.2020)

*************************************************************************************

Midland – Live From The Palomino

(VÖ: 28.02.2020)

*************************************************************************************

Hayseed Dixie – Blast From The Grassed

(VÖ: 14.02.2020)

*************************************************************************************

Brent Cobb – No Place Left To Leave

(VÖ: 07.02.2020)

*************************************************************************************

Lukas Nelson & Promise Of The Real

(VÖ: 25.08.2017)

*************************************************************************************

Eleven Hundred Springs – Here ‘Tis

(VÖ: 17.01.2020)

*************************************************************************************

Frank Foster – The Way It Was

(VÖ: 10.01.2020)

*************************************************************************************

Hawktail – Formations

(VÖ: 10.01.2020)

*************************************************************************************

Little Big Town – Nightfall

(VÖ: 17.01.2020)

*************************************************************************************

Phil Vassar – Stripped Down

(VÖ: 17.01.2020)

*************************************************************************************

Sideline – Breaks To The Edge

(VÖ: 10.01.2020)

*************************************************************************************

White Owl Red – Afterglow

(VÖ: 26.02.2020)

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Ronnie Dunn – Re-Dunn

(VÖ: 10.01.2020)

*************************************************************************************

Michael Ray Fain – Country Side

(VÖ: 01.01.2020)

*************************************************************************************

Joey Greer – Frontier

(VÖ: 01.01.2020)

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Chase Rice – The Album Pt. I

(VÖ: 24.01.2020)

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Dustin Lynch – Tullahoma

(VÖ: 17.01.2020)

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Blake Shelton – Fully Loaded: God’s Country

(VÖ: 13.12.2019)

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Wade Hayes – Who Saved Who

(VÖ: 13.12.2019)

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Tracy Byrd – Live At Billy Bob’s Texas

(VÖ: 08.11.2019)

*************************************************************************************

TJ Walker – The Long Game

(VÖ: 15.11.2019)

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Brett Kissel – Now Or Never

(VÖ: 01.01.2020)

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Duke Weddington & Higher Ground Bluegrass – Auburn Sky

(VÖ: 27.12.2019)

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Jesse Friszell – Rose Gold Renegades

(VÖ: 20.12.2019)

*************************************************************************************

George Ducas – Yellow Rose Motel

(VÖ: 06.12.2019)

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Brantley Gilbert – Fire & Brimstone

(VÖ: 04.10.2019)

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Cody Jinks – After The Fire

(VÖ: 11.10.2019)

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Cody Jinks – The Wanting

(VÖ: 18.10.2019)

 

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Gary Allan – Smoke Rings In The Dark (Deluxe Edition)

(VÖ: 26.10.1999)

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Old Dominion – Old Dominion

(VÖ: 25.10.2019)

*************************************************************************************

Toby Keith – Greatest Hits: The Show Dog Years

(VÖ: 25.10.2019)

*************************************************************************************

Allison Moorer – Blood

(VÖ: 25.10.2019)

*************************************************************************************

Old Crow Medicine Show – Live At The Ryman

(VÖ: 04.10.2019)

*************************************************************************************

LeAnn Rimes – Live At Gruene Hall

(VÖ:25.09.2019)

*************************************************************************************

Kiefer Sutherland – Reckless & Me

(VÖ: 26.04.2019)

*************************************************************************************

Ned LeDoux – Next In Line

(VÖ: 08.11.2019)

*************************************************************************************

Hootie And The Blowfish – Imperfect Circle

(VÖ: 08.11.2019)

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Sarah Lee Langford – Two Hearted Rounder

(VÖ: 08.11.2019)

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Miranda Lambert – Wildcard

(VÖ: 01.11.2019)

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Jon Pardi – Heartache Medicine

(VÖ: 27.09.2019)

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The Cumberland River Project – The Cumberland River Project

(VÖ: 06.03.2020) !!! – Vorankündigung –

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Lady Antebellum – Ocean

(VÖ: 15.11.2019)

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Luke Combs – What You See Is What You Get

(VÖ: 08.11.2019)

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Clint Black – Still Killin‘ Time

(VÖ: 08.11.2019)

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Micky & The Motorcars – Long Time Comin‘

(VÖ: 01.11.2019)

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Livewire – Wired!

(VÖ: 25.06.2009)

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The Oak Ridge Boys – Down Home Christmas

(VÖ: 25.10.2019)

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Wade Bowen – Twelve Twenty-Five

(VÖ: 08.09.2019)

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Jason Aldean – 9

(VÖ: 22.11.2019)

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Florida Georgia Line – The Acoustic Sessions

(VÖ: 18.10.2019)

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King Calaway – Rivers

(VÖ: 04.10.2019)

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Lainey Wilson – Redneck Hollywood

(VÖ: 13.09.2019)

*************************************************************************************

BaCoN – Sizzling at the Rattlesnake Saloon

(VÖ: 2019)

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Tim Grimm – Heart Land Again

(VÖ: 27.09.2019)

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Eric Paslay – Live In Glasgow

(VÖ: 20.09.2019)

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Kevin Daniel – Things I Don’t See

(VÖ: 20.09.2019)

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Home Free – Dive Bar Saints

(VÖ: 06.09.2019)

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Jenny Anne Mannan – Carnies & Cowboys

(VÖ: 03.09.2019)

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Trisha Yearwood – Every Girl

(VÖ: 30.08.2019)

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Riley Green – Different `Round Here

(VÖ: 20.09.2019)

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T.G. Sheppard – Midnight In Memphis

(VÖ: 20.09.2019)

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The Grascals – Straighten The Curves

(VÖ: 20.09.2019)

*************************************************************************************

Lakeside – Moving On

(VÖ: 13.09.2019)

*************************************************************************************

Crystal Gayle – You Don’t Know Me

(VÖ: 06.09.2019)

*************************************************************************************

Zac Brown Band – The Owl

(VÖ: 20.09.2019)

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The Highwomen – The Highwomen

(VÖ: 06.09.2019)

*************************************************************************************

Kevin Fowler – Barstool Stories

(VÖ: 23.08.2019)

*************************************************************************************

Justin Moore – Late Nights And Longnecks

(VÖ: 23.08.2019)

*************************************************************************************

Heartland – I Loved Her First – The Heart Of Heartland

(VÖ: 26.07.2019)

*************************************************************************************

Midland – Let It Roll

(VÖ: 23.08.2019)

*************************************************************************************

Ty Herndon – Got It Covered

(23.08.2019)

*************************************************************************************

Rodney Crowell – Texas

(VÖ: 16.08.2019)

*************************************************************************************

CAAMP – By And By

(VÖ: 26.07.2019)

*************************************************************************************

Tanya Tucker – While I’m Livin‘

(VÖ: 23.08.2019)

*************************************************************************************

Vince Gill – Okie

(VÖ: 23.08.2019)

*************************************************************************************

Tracy Lawrence – Made In America

(VÖ: 16.08.2019)

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Willie Nelson – Ride Me Back Home

(VÖ: 21.06.2019)

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William Lee Golden – My Life’s Work

(VÖ: 19.07.2019)

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Malenco – Berries For The Old Town
(VÖ: 26.07.2019)

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Zane Williams – The Oak Tree And The Weed
(VÖ: 17.06.2019)

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Jared Rogerson – Branch Of The Tree
(VÖ: 02.07.2019)

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Aaron Watson – Red Bandana
(VÖ: 21.06.2019)

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Bruce Robison & Kelly Willis – Beautiful Lie
(VÖ: 21.06.2019)

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Dale Watson – Live Deluxe…Plus
(VÖ: 19.07.2019)

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Jim Lauderdale – From Another World
(VÖ: 21.06.2019)

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The Steel Wheels – Over The Trees
(VÖ: 11.07.2019)

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Darryl Worley – Second Wind: Latest And Greatest
(VÖ: 26.04.2019)

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Lonesome River Band – Outside Looking In
(VÖ: 24.05.2019)

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Rodney Atkins – Caught Up In The Country
(VÖ: 09.05.2019)

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Blue Moon Rising – After All This Time
(VÖ: 17.05.2019)

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Liam Kennedy-Clark – Another Habit
(VÖ: 24.05.2019)

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Ian Noe – Between The Country
(VÖ: 31.05.2019)

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Dustin Sonnier – Between The Stones And Jones
(VÖ: 24.05.2019)

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Tim Bluhm – Sorta Surviving
(VÖ: 29.03.2019)

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Steve Earle & The Dukes – Guy
(29.03.2019)

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Adam Carroll – I Walked In Them Shoes
(VÖ: 12.04.2019)

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Horse Mountain: Songs From The Attic
(VÖ: 2019)

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Reba McEntire – Stronger Than The Truth
(VÖ: 05.04.2019)

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Aaron Lewis – State I’m In
(VÖ: 12.04.2019)

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Brooks & Dunn – Reboot
(VÖ: 05.04.2019)

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Randy Rogers Band – Hellbent
(VÖ: 26.04.2019)

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Markus Rill & The Troublemakers – Songland
(VÖ: 03.05.2019)

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Marty Brown – American Highway
(17.05.2019)

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Brent Moyer – Doing Better Now
(VÖ: 26.04.2019)

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George Strait – Honky Tonk Time Machine
(VÖ: 29.03.2019)

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Clay Walker – Long Live The Cowboy
(VÖ: 21.01.2019)

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Detentions – Yes It Is
(VÖ: 11.01.2019)

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Thomm Jutz, Eric Brace, Peter Cooper – Riverland
(VÖ: 8. Februar 2019)

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Joe Nichols – Never Gets Old – Traditional Country Series
(VÖ: 31. August 2018)